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VdK-Kreisverband

„Unser Auftrag ist noch lange nicht erfüllt“

In der Besigheimer Stadthalle fand gestern eine besondere Veranstaltung statt: Der VdK-Kreisverband Ludwigsburg hat seinen 75. Geburtstag gefeiert. Vorsitzender Manfred Buck übergab zudem sein Amt an seinen Stellvertreter Bernhard-Michael Gärtner. Buck ist außerdem mit der goldenen VdK-Verdienstnadel ausgezeichnet sowie zum Ehrenvorsitzenden des Kreisverbands ernannt worden.

Beim Festakt in der Stadthalle: Der neue (links) und der alte VdK-Kreisvorsitzende für Ludwigsburg (rechts) – Bernhard-Michael Gärtner sowie Manfred Buck – zusammen mit dem Bezirksverbandsvorsitzenden Joachim Steck. Foto: Alfred Drossel
Beim Festakt in der Stadthalle: Der neue (links) und der alte VdK-Kreisvorsitzende für Ludwigsburg (rechts) – Bernhard-Michael Gärtner sowie Manfred Buck – zusammen mit dem Bezirksverbandsvorsitzenden Joachim Steck. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Eigentlich gibt es den VdK-Kreisverband bereits seit 76 Jahren. „Aber 2020 konnten wir wegen Corona nicht feiern“, sagte der scheidende Kreisvorsitzende, Manfred Buck. Und so wurde gestern das 75. Jubiläum in der Besigheimer Stadthalle gefeiert. Die wachsende Zahl der Mitglieder spricht dafür, dass die Arbeit des Sozialverbands angenommen wird. Allein im Landkreis gibt es 41 Ortsverbände.

Auch für Besigheims Bürgermeister Steffen Bühler war die VdK-Jubiläumsfeier gestern Nachmittag besonders: „In den vergangenen eineinhalb Jahren hätten wir eine Veranstaltung wie heute wegen Corona nicht zulassen können.“ Er lobte, dass der Ortsverband Besigheim und die VdK-Gemeinschaft Besigheim-Neckartal aktive Teams seien, die regelmäßige Beratungstermine anbieten und gute Ideen einbringen würden.

Claudia Lychacz, die seit April die kommunale Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis ist, brachte dem Kreisverband spontan ein Ständchen zum Geburtstag. „Die 7300 Mitglieder im Kreis beweisen, dass der Bedarf an Beratung wächst“, resümierte sie. Sie freut sich, dass sowohl Bewusstsein wie auch Selbstbewusstsein der Menschen wachsen, dass es gutes Recht sei, sich Unterstützung und Beratung in sozialen Belangen zu holen. „Wir sind im demografischen Wandel, die Themen werden zahlreicher“, betonte sie und nannte Barrierefreiheit auf öffentlichen Plätzen, Einsamkeit und Bedarf an personeller Unterstützung in verschiedenen Bereichen.

VdK-Landesverbands-Vorsitzender Hans-Josef Hotz befand ebenfalls, dass die Zahlen zeigten, wie wichtig und richtig die Arbeit des Sozialverbands sei: „Wir haben 2,4 Millionen Mitglieder in Deutschland, davon 240000 in Baden-Württemberg, wo es 35 hauptamtliche Geschäftsstellen gibt.“ Gerade in Zeiten von Corona sehe sich der VdK auch als Interessensvertreter von sozial schwachen Menschen. Er betonte aber: „Wir betreiben keine Parteipolitik, der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.“ Der VdK-Sozialverband sei heute die größte gemeinnützige Interessensorganisation aller sozialversicherten Menschen, der Senioren und Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Gegründet wurde er 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“.

Hotz meinte: „Unser Auftrag ist noch lange nicht erfüllt, wir haben das Ohr bei den Menschen.“ Denn jeder könne durch Unfall oder Krankheit in eine Situation kommen, in der er Hilfe brauche. Die erhalte er beim VdK in allen Themen des Sozialrechts. Hotz verwies darauf, dass in zahlreichen Prozessen, Zahlungen für Mitglieder erstritten worden seien. „Der VdK ist Anwalt und Sprachrohr der sozial Benachteiligten.“

Bezirksverbandsvorsitzenden Joachim Steck stieß in dasselbe Horn: „Der Mitgliederzuwachs zeigt, wie wichtig die Rechtsberatung und Interessensvertretung ist.“

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