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DItzingen

Verlorener Kaffeesatz verursacht Chaos auf der Autobahn

Nach Bremsmanöver öffnet sich Mulde und die Ladung verteilt sich bis zu 15 Zentimenter hoch auf zwei Fahrspuren – Stau von rund zehn Kilometern Länge

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Mit viel Wasser wird der Kaffeesatz von der Fahrbahn gespült. Foto: R. Theiss

Ditzingen. Erneut war von den Verkehrsteilnehmern auf der A 81 zwischen Ludwigsburg und dem Engelbergtunnel viel Geduld gefordert: Weil sich nach einem Bremsmanöver am Mittwochmittag Kaffeesatz auf den Fahrstreifen verteilt hatte, staute es sich in der Folge heftig. Mehr als zehn Kilometer lang war der Rückstau schon eine halbe Stunde nach dem Vorfall, meldete die Polizei. Auch auf den umliegenden Straßen im Strohgäu machte sich das bemerkbar.

Der Grund dafür löste zunächst ungläubiges Staunen aus. Denn kurz nach 14 Uhr hatte die Polizei gemeldet: „A 81 Heilbronn-Stuttgart vor Anschlussstelle Feuerbach: Große Menge Kaffeesatz auf der Fahrbahn“.

Der Fahrer eines 25-Tonners hatte gegen 13.20 Uhr „aufgrund stockenden Verkehrs“, so die spätere ausführliche Mitteilung, stark abbremsen müssen, fast bis zum Stillstand. Dabei schwappte aus der aufgeladenen Mulde der noch immer deutlich nach Kaffee riechende Inhalt auf zwei der drei Fahrstreifen, nur die linke Spur war noch frei. Das Behältnis soll sich geöffnet haben, ergänzte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Die Mulde sei zwar abgedeckt gewesen, aber offenbar habe diese Vorkehrung nicht ausgereicht, die „klebrige Masse“, wie es heißt, im Innern zu behalten.

Danach waren vor allem die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei gefragt. Diese rückten mit einer Kehrmaschine und Spritzen an, um nach und nach die Fahrbahn zu reinigen. Gegen 15 Uhr waren zwei Spuren wieder frei, rund eine Dreiviertelstunde später galt dann laut Polizei auch wieder komplett freie Fahrt.

Welche Folgen das Ganze darüber hinaus hat, ist unklar. Etwa, ob die Ladung nicht richtig gesichert war oder der Fahrer zu schnell, so die Polizeisprecherin. Details seien noch nicht bekannt. Ebenso ist noch offen, ob der Verursacher wegen der Kosten des Putzeinsatzes durch die Autobahnmeisterei möglicherweise belangt wird.