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VVS-Tarife

Verzicht auf Preiserhöhung kostet Kreis 1,3 Millionen

Auch im Marbacher Bahnhof gibt es kein WLAN. Im Internet surfen kann man lediglich in den Zügen.Archivfoto: Ramona Theiss
Auch im Marbacher Bahnhof gibt es kein WLAN. Im Internet surfen kann man lediglich in den Zügen. Foto: Ramona Theiss

Kreis Ludwigsburg. Der Verzicht auf eine Erhöhung der Ticketpreise bei der S-Bahn würde den Kreis Ludwigsburg rund 1,3 Millionen Euro zusätzlich kosten. Dies erklärte Landrat Rainer Haas auf LKZ-Anfrage. Zuvor hatte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gefordert, die vorgesehene Erhöhung im kommenden Jahr auszusetzen. Nach Berechnung der S-Bahn-Betreiber müssten die Fahrkartenpreise 2020 um 1,9 Prozent steigen, um etwa die höheren Personalkosten aufzufangen.

Vor dem Hintergrund der Tarifreform vom April fordert Hermann, die Fahrpreise stabil zu halten. Die Landräte der Kreise Böblingen, Esslingen, Rems-Murr und Ludwigsburg wollen diesem Vorschlag nur zustimmen, wenn die Ticketpreise dauerhaft finanziert seien. Das Land Baden-Württemberg solle die Hälfte der Mehrkosten von zehn Millionen übernehmen, forderten die vier in einem Brief an den Minister. Darüber boten sie Gespräche im Vorfeld der Haushaltsberatungen an. Der Kreis hat für das kommende Jahr 5,1 Millionen Euro für die Tarifzonenreform eingeplant. Das sind 1,4 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019. Hinzu kommt die um 1,2 Millionen Euro gestiegene Umlage an den Verband Region Stuttgart (11,9 Millionen Euro). Sollten jetzt weitere Kosten hinzukommen, so müssten diese über ein höheres Defizit oder eine höhere Kreisumlage finanziert werden, so Haas.

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