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Vor dem ersten Schnitt wird überlegt

Gut besuchte Baumschnittkurse am Freitag in Besigheim und Bönnigheim – Auch ein Obstbaum muss erzogen werden

Roland Schmidbleicher (vorne) und Dr. Kurt Hirsch zeigen den richtigen Baumschnitt in Besigheim.Foto: Alfred Drossel
Roland Schmidbleicher (vorne) und Dr. Kurt Hirsch zeigen den richtigen Baumschnitt in Besigheim. Foto: Alfred Drossel

Besigheim/Bönnigheim. Um die Optik geht es hier nicht, vielmehr unterstützt der Rückschnitt von Obstbäumen deren Vitalerhaltung. Denn nur wer rechtzeitig zur Astschere greift und seine Bäume kräftig zurückschneidet, sorgt dafür, dass die Bäume kräftig wachsen, viele Blüten entwickeln und später dann für eine reiche Ernte im Obstgarten sorgen.

Theorie und Praxis des Winterschnittes, Vermittlung von Hintergrundwissen mit Einführung in die Wuchs- und Schnittgrundlagen, kleine Werkzeugkunde, Erläuterung der Schnitttechnik und der Kunst, einen Baum „zu lesen“, standen im Vordergrund von zwei Schnittkursen, zu denen jeweils die Obst- und Gartenbauvereine Besigheim und Bönnigheim gestern eingeladen hatten.

In Besigheim haben Dr. Kurt Hirsch und Roland Schmidbleicher die Technik des Schnittes erläutert. „Das Wichtigste ist die Überlegung, wenn ich vor dem Baum stehe“, sagte Roland Schmidbleicher, bevor er mit der Schere den ersten Schnitt machte. Dr. Kurt Hirsch nannte die Grundlagen: ein Stamm, seine Verlängerung, drei Leitäste und die Fruchtäste. Wassertriebe müssten im Juni ausgerissen werden, damit die schlafenden Augen auch verschwinden.

Martin Müller, einer der rund 70 Teilnehmer des Kurses, hält den Lehrgang für wichtig: „Man lernt immer etwas.“

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