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Wachstumsschub durch Fusionen

VR-Bank Neckar-Enz blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück – Optimistisch für die Zukunft

Vorstandschef Timm Häberle, Armin Fuchs, Generalbevollmächtigter, und Vorstand Heiko Herbst (v. l.) haben die Bilanz der VR-Bank Neckar-Enz im Bönnigheimer Stadtwald im Wohnmobil präsentiert. Der Wald ist für sie ein Symbol für die Stärke der Bank.Fo
Vorstandschef Timm Häberle, Armin Fuchs, Generalbevollmächtigter, und Vorstand Heiko Herbst (v. l.) haben die Bilanz der VR-Bank Neckar-Enz im Bönnigheimer Stadtwald im Wohnmobil präsentiert. Der Wald ist für sie ein Symbol für die Stärke der Bank. Foto: R. Theiss

Bönnigheim. Die VR-Bank Neckar-Enz sieht sich gut im Rennen. Die beiden Vorstände Timm Häberle und Heiko Herbst zeigten sich gestern bei der Jahrespressekonferenz sehr zufrieden mit der Bilanz 2018. „Die Bank ist kerngesund“, betonten beide. Trotz schwierigem Umfeld wegen der anhaltenden Null- und Niedrigzinsphase bleibe die Genossenschaftsbank auch in diesem Jahr weiterhin auf Wachstumskurs. Dabei lautet das Erfolgsrezept: „Nachhaltig wachsen und Synergieeffekte aus den vollzogenen Fusionen nutzen.“

Wettbewerbsfähige Größe

Die VR-Bank-Neckar-Enz ist aus dem Zusammenschluss von sechs eigenständigen Genossenschaftsbanken im Landkreis Ludwigsburg entstanden. Diese Fusionen der Jahre 2014 und 2016 seien das Fundament für das Wachstum der VR-Bank, betonten die Vorstände. „Wir haben jetzt eine wettbewerbsfähige Größe“, sagte Vorstandsvorsitzender Häberle. Es sei eine „Mammutaufgabe“ gewesen, die sechs Banken innerhalb von zwei Jahren zu einer zusammenzufügen. Den Mitarbeitern sei es zu verdanken, dass der Prozess so geräuschlos über die Bühne gegangenen sei. „Die haben einen tollen Job gemacht“, lobte Häberle das VR-Bank-Team. Er will nicht ausschließen, dass sich das Fusionskarussell in den nächsten Jahren weiterdrehen wird. Jetzt sei man bei der VR-Bank aber zunächst einmal froh, dass die Fusionsphase erfolgreich überstanden sei.

Die VR-Bank könne aus eigener Kraft nachhaltig wachsen, erklärten die Vorstände. Bestätigt sehen sie sich durch die Bilanzsumme, die sich seit der letzen Fusion im Jahr 2016 um 235 Millionen Euro auf 1,77 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr erhöht hat. Die Kundenkredite sind um 3,4 Prozent gestiegen und haben erstmals mit einem Volumen von gut 1,03 Milliarden Euro die Milliardengrenze durchbrochen. Die VR-Bank hat 72626 Kunden.

Besonders erfolgreich war das Bauspargeschäft, das mit 80 Millionen Euro vermittelter Bausparsumme, was einem Plus von zwei Millionen Euro entspricht, zum dritten Mal in Folge ein neues Rekordergebnis erzielte.

Zinsertrag sinkt weiter

Sorge bereitet der Bank nach wie vor das niedrige Zinsniveau. In den vergangenen zwei Jahren musste beim Zinsertrag ein Rückgang von zwei Millionen Euro verkraftet werden. Der Zinsertrag liegt aktuell bei 32 Millionen Euro. Der Rückgang konnte mit Einsparungen bei der Verwaltung und bei den Personalkosten kompensiert werden. 29 Stellen hat die VR-Bank 2018 abgebaut – durch natürliche Fluktuation. Ein weiterer Personalabbau oder Filialschließungen sind für die nahe Zukunft nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Die Bank sucht wieder Mitarbeiter.

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