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NECKARSTRAND

Wenig Verstöße gegen Badeverbot

Kontrollen durch städtischen Vollzugsdienst und Sicherheitsfirma – In den sozialen Medien wird munter diskutiert

Im Bereich des Neckarstrands stehen seit August zahlreiche Badeverbotsschilder. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Im Bereich des Neckarstrands stehen seit August zahlreiche Badeverbotsschilder. Foto: Holm Wolschendorf

Remseck. Seit etwa zwei Wochen ist das Baden im Bereich des Neckarstrandes offiziell verboten. Die Stadt Remseck hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen (wir berichteten). Zur Erinnerung: In den ersten Ferienwochen suchten immer mehr Menschen, die an heißen Sommertagen aus der ganzen Region angereist kamen, Abkühlung im Fluss. Manche schwammen sogar vom Neckarstrand hinüber nach Neckargröningen oder bis unter die Holzbrücken. Wegen der Schifffahrt, unberechenbaren Strömungen und mangelnder Wasserqualität ein gefährliches Vergnügen, beschied die Kommune. Aus Sorge um „Leib und Leben“ der Besucher wurde das Baden am 21. August untersagt.

Stadt: Betroffene sind einsichtig

In den sozialen Medien gehen die Meinungen dazu auseinander. Manche können die Entscheidung der Stadt nachvollziehen und befürworten sie, andere meckern rum oder frotzeln darüber. Diskutiert wird auch munter darüber, wie das Einhalten der neuen Regel von der Stadt kontrolliert wird und ob das überhaupt möglich ist. Auf der Facebook-Seite von Oberbürgermeister Dirk Schönberger heißt es in einem Kommentar, dass einige Strandbesucher sofort wieder ins Wasser hüpfen, sobald der Sicherheitsdienst abgezogen ist. Dazu wurde ein Video gepostet, das am ersten Tag des Verbotes aufgenommen worden sein soll. Zu sehen sind gut ein Dutzend Leute im Wasser.

Die Erfahrungen mit dem Badeverbot seien vonseiten der Remsecker Bevölkerung durchweg positiv, teilt Philipp Weber, Sprecher der Stadtverwaltung, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Behauptung auf Facebook treffe nicht zu. Der eine oder andere Besucher des Strandes sei auf die Gefahren, die beim Baden im Neckar bestehen, hingewiesen worden und habe dann das Verbot auch nachvollziehen können. Kontrolliert worden sei bisher an allen Tagen mehrfach – sowohl vom städtischen Vollzugsdienst als auch von Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma. „Erfreulicherweise konnte festgestellt werden, dass es nur wenige Verstöße gab“, so Weber weiter. Die Betroffenen hätten sich in der Regel sehr einsichtig gezeigt und seien der Aufforderung, nicht zu weit ins Wasser zu gehen, auch unverzüglich nachgekommen. Die Stadt werde die Kontrollen beibehalten. In welchem Rahmen und zeitlichem Umfang werde „einzelfallbezogen“ entschieden.

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