Ingersheim. Als montags die Projektwoche begann, wusste noch keiner, was für ein tolles und beeindruckendes Programm am Freitag den Zuschauern geboten werden konnte. Das Zirkusteam Abeba führte souverän von Tag zu Tag weitere Schritte ein. Zuerst stand natürlich das Kennenlernen in der Gruppe und die zu bewältigenden Aufgaben auf dem Stundenplan, heißt es in einer Mitteilung der Schillerschule.
Alle 230 Schüler beteiligen sich am Programm
Erste zaghafte Versuche mit ungewohnten Anforderungen wurden zusehends gesteigert. Das Repertoire erweiterte sich. Die Grundschüler und Grundschülerinnen trauten sich immer mehr zu. Dann kamen die Kostüme für die einzelnen Gruppen dazu und taten ein Übriges, um die Wirkung der Zirkusakrobaten zu steigern.

Alle 230 Schüler waren im Einsatz. Jedes Kind hatte eine Aufgabe und trat am Schluss in der Manege auf. Aus 18 Gruppen setzte das Zirkusteam Abeba ein eineinhalbstündiges Programm zusammen, das das Publikum in Staunen versetzte. Einmal im Scheinwerferlicht vor vielen Zuschauern stehen und seinen persönlichen Applaus abholen, das brachte die Kinderaugen zum Leuchten, heißt es in der Mitteilung weiter.
Als nach vier Tagen Üben am Ende der Woche ein dreifaches lautstarkes „Zirkus Abeba“ durch das Zirkuszelt schallte, wusste jedes Kind, dass nun die Show zum 75-jährigen Bestehen der Schillerschule beginnt. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Karl Seitz und Schulleiterin Annette Conrad ging es los.
Akrobaten an Tuch und Trapez
Es wurde jongliert und gezaubert, Akrobaten an Tuch und Trapez zeigten in luftiger Höhe ihre Kunststücke, Bodenpyramiden und Akrobatik an Leitern ließen das Publikum staunen. Mutig stellten oder legten sich die Akrobaten auf ein Nagelbrett oder traten in Scherben. Das Jonglieren mit brennenden Keulen und Stäben ließ die Zuschauer die Luft anhalten. Das Schwingen von Reifen, Seilen oder Pois zauberte schöne Bilder in die Manege.

Durch Tanz, Nummernansage und Clownerie wurde das Programm aufgelockert. Ganz still wurde es , als die Kinder dem Publikum mit Pantomime eine Geschichte erzählten. Nur wer verlässlich Geheimnisse bewahren konnte, durfte an der Gruppe der Zauberkünstler teilnehmen.
Viele helfende Hände und Spender

Der große Applaus von mehreren hundert Zuschauern ließ die Kinderaugen noch mehr strahlen und es bleibt die Erkenntnis, dass ein so großes Projekt nur stattfinden kann, wenn viele mit anpacken und als Spender und Helfer unterstützen. Es sind die Personen, die ein Projekt betreut haben, die bewirtet haben, die Kostüme angepasst haben, die für Licht und Ton gesorgt und geschminkt haben. Ohne die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation vom Förderverein und Elternbeirat hätte das Projekt nicht gestemmt werden können. (red)
