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Hemmingen

Zugunfall im Bahnhof: Ein Mann kommt ums Leben

Der 59-Jährige wird vom historischen Dampfzug erfasst - Feuerwehr muss den Schwerverletzten bergen – Genaue Umstände noch ungeklärt

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Der Mann war unter den Wagen geraten und so schwer verletzt worden, dass er wenig später starb. Foto: Alfred Drossel

hemmingen. Beim langsamen Anfahren des historischen Dampfzugs „Feuriger Elias“ im Bahnhof von Hemmingen hat sich am Nachmittag des 1. Mai ein tödlicher Unfall ereignet. Die Feuerwehr musste den Schwerverletzten bergen. Wenig später starb der Mann an seinen Verletzungen.

Der „Feurige Elias“ der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen (GES) war gestern auf seiner ersten Fahrt dieses Jahr auf der Strohgäustrecke von Korntal nach Weissach unterwegs. Dreimal pendelte er auf der 22 Kilometer langen Strecke. Bis zu hundert Fahrgäste fuhren jeweils in den sieben historischen Wagen mit. Gezogen wurde der Dampfzug von einer Ersatzlok der Baureihe 52.

Auf der letzten Fahrt nach Weissach passierte das Unglück. Der Zug war um 16.50 Uhr langsam angefahren und wenige Sekunden später durch eine Notbremsung wieder zum Stehen gebracht worden.

Am letzten Wagen des Zuges, dem Packwagen, mit dem Abteil der Zugbegleiter, war der Mann vom Zug erfasst worden. Er blieb schwer verletzt unter einem Rad des Wagens liegen. Der Zugbegleiter löste sofort Alarm aus. Die Freiwillige Feuerwehr Hemmingen rückte mit 21 Kräften in drei Fahrzeugen aus. Kommandant Marco Spera übernahm die Einsatzleitung. Zwei Notärzte – einer davon kam mit dem Hubschrauber – trafen an der Unglücksstelle ein. Der 59-jährige Mann starb wenig später.

Beamte des Kriminal-Dauerdienstes haben inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Unklar ist der genaue Hergang des Unglücks. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass der Mann auf den fahrenden Zug aufspringen wollte. Gegen 19 Uhr wurde der historische Dampfzug wieder freigeben und konnte seine Fahrt nach Weissach fortsetzen. Der Unfall löste Entsetzen aus.