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Zirkuspremiere

Zuschauer in Bietigheim-Bissingen bejubeln den Moskauer Circus

Mehr als 500 Besucher kommen ins „ Grand Chapiteau“ zur Premiere des Moskauer Circus in Bietigheim-Bissingen. Eine Protestaktion von Tierschützern verläuft ebenfalls friedlich.

Mehr als 500 Zuschauer wollen die Premiere des Moskauer Circus am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen miterleben. Foto: Alfred Drossel
Mehr als 500 Zuschauer wollen die Premiere des Moskauer Circus am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen miterleben. Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Angesichts der politischen Lage hatte der Zirkusdirektor Gino Frank im Vorfeld nicht mit so einen Ansturm gerechnet. Und mehr noch: Die Besucher waren am frühen Donnerstagabend von dem zweistündigen Manegenmix begeistert. Spitzenartisten aus verschiedenen Ländern boten eine Gala von Weltformat. „Zirkus ist keine politische Angelegenheit, die Künstler haben mit den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine nichts zu tun. Deshalb muss man sie auch nicht strafen“, sagte eine Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Mein Sohn ist sechs Jahre alt und war noch nie im Zirkus. Jetzt gehen wir gemeinsam hin“, sagt sie über das Gastspiel.

Die Polizei muss nicht eingreifen

Die Protestaktion einer Handvoll Tierschützer, die mit Plakaten und lautstarken Sprüchen gegen Tiere im Zirkus demonstrierten, wurde gestern kaum zur Kenntnis genommen. Zwei Streifen der Polizei beobachteten die Szene, brauchten jedoch nicht einzugreifen. Gino Frank über die Kritik der Tierschützer: „Die Tiere sind unser Kapital, deshalb pflegen wir sie auch.“

Traditionelle Elemente und moderne Lichteffekte machten die Zirkusshow für Jung und Alt in Bietigheim-Bissingen zu einem besonderen Erlebnis. Besonders stolz war die Direktion, in diesem Jahr die Familie Tonito aus Spanien verpflichtet zu haben. Sie zeigten auch den legendären Salto Mortale auf dem Drahtseil. Die neue Show „One world“ präsentierten Artisten aus Deutschland, Russland, Irland, Spanien, Brasilien und Tschechien. Der Name sei bewusst gewählt, denn im Zirkus würden verschiedene Nationen auf engstem Raum leben. Zu den Höhepunkten der Schau gehörten auch die sieben Papageien und eine Raubtiernummer mit sechs sibirischen Tigern.

Es darf auch gelacht werden

Natürlich gehören zum Zirkus auch Clowns. Mit mehreren Auftritten schaffte Oleg den humorvollen „roten Faden“ durchs Programm. Er brachte gleich zu Beginn Stimmung ins Zelt. Die ganze Show über wurden die Künstler beklatscht und bejubelt.

Info: Weitere Gastspiele gibt es heute und am Samstag jeweils um 17 Uhr. Am Sonntag um 11 Uhr ist die letzte Vorstellung.

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