Hochschulcampus
Ludwigsburg | 09. März 2018

Aus für Sporthalle besiegelt

Land plant Neubau und in voraussichtlich vier Jahren den Abriss des statisch gefährdeten Altbaus auf dem Hochschulcampus in Ludwigsburg

Aus den 60er-Jahren und nicht mehr zu sanieren: die Sporthalle auf dem Hochschulcampus beim Favoritepark. Foto: Oliver Bürkle
Aus den 60er-Jahren und nicht mehr zu sanieren: die Sporthalle auf dem Hochschulcampus beim Favoritepark. Foto: Oliver Bürkle

Die beteiligten Landesministerien sind sich einig: Der Ludwigsburger Hochschulcampus braucht eine neue Sport- und Schwimmhalle. „Wir haben jetzt den mündlichen Planungsauftrag erhalten und werden im April mit der europaweiten Ausschreibung für einen Neubau beginnen“, sagt Andreas Hölting, Leiter des Landesamts Vermögen und Bau am Standort Ludwigsburg.

Die bestehende Halle, Teil des Bauensembles Pädagogische Hochschule aus den 60er-Jahren, musste im vergangenen November wegen statischer Mängel geschlossen werden. Inzwischen wurden die Decken provisorisch mit Gerüstaufbauten gestützt, zwei von drei Hallenabschnitten sind seit kurzem wieder in Betrieb, der dritte Abschnitt soll im April folgen. Das Schwimmbecken ist nur zur Hälfte geöffnet, nach weiteren provisorischen Stützmaßnahmen soll das gesamte Becken im Lauf des Sommersemesters wieder in Betrieb gehen.

Dann muss die Halle noch etwa vier Jahre lang halten. Denn so lange wird es nach den Worten von Andreas Hölting voraussichtlich dauern, bis der Neubau bezugsfertig steht. Der Kostenrahmen des Landes liegt zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Grundlage für die Neubau-Entscheidung war zum einen ein Gutachten, das nachgewiesen hat, dass ein Neubau deutlich günstiger zu haben ist als eine aufwendige Sanierung der bestehenden Halle. Und zum anderen hat das Regierungspräsidium Stuttgart als zuständige Behörde kürzlich entschieden, dass die Hochschulgebäude aus den 60er-Jahren nicht unter Denkmalschutz gestellt werden.

Die neue Halle soll auf einer Freifläche neben dem Sportplatz des Hochschulareals entstehen. „Wir brauchen dafür ein Bebauungsplanverfahren und sind deshalb in Abstimmungsgesprächen mit der Stadt Ludwigsburg“, sagt Hölting. Das Ziel: eine Baugenehmigung in der zweiten Jahreshälfte 2019 und Baubeginn ein Jahr später.

Ludwigsburgs Baubürgermeister hatte kürzlich gegenüber unserer Zeitung die Bereitschaft der Stadt bekräftigt, gemeinsam mit dem Land einen Zukunftsplan für das Hochschulareal zu erarbeiten. Sowohl die Pädagogische Hochschule als auch die benachbarte Verwaltungshochschule klagen über gravierende Raumnot angesichts zunehmender Studierendenzahlen.

Als weiteres Ziel gilt deshalb auch, anstelle der alten Sporthalle, die in vier Jahren abgerissen werden soll, ein neues Seminar- und Hochschulgebäude zu errichten.

von peter maier-stein
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