erdmannhausen | 03. Februar 2018

Bauboom im Ort stellt Anwohner auf harte Probe

Baustellen und Straßensperrungen sorgen für Ärger – Vollzugsbeamter ist krank und kann Durchgangsverkehr nicht häufiger kontrollieren

In der Marbacher Straße wird aktuell der Gehweg aufgegraben, damit Glasfaser verlegt werden kann. Etwas weiter sorgt ein Neubau für Einschränkungen in der Ortsdurchfahrt.Fotos: Baumeister
In der Marbacher Straße wird aktuell der Gehweg aufgegraben, damit Glasfaser verlegt werden kann. Etwas weiter sorgt ein Neubau für Einschränkungen in der Ortsdurchfahrt.Fotos: Baumeister

„Wir haben momentan so viele Baustellen wie noch nie im Ort“, gestand Hauptamtsleiter Günter Sommer in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Ein schwacher Trost für viele Anwohner, die zunehmend genervt durch Baufahrzeuge und Straßensperrungen sind.

Der Bauboom in der Gemeinde vor allem durch die innerörtliche Nachverdichtung und durch Tiefbauprojekte hält an, und so ist nach Auskunft der Verwaltung auch weiter mit Einschränkungen zu rechnen. So werden derzeit in der Marbacher Straße Glasfaserkabel verlegt und dafür der Gehweg aufgegraben.

In der Fortführung der Marbacher Straße Richtung Kreisverkehr sorgen außerdem gleich zwei Neubauprojekte für Behinderungen. Zum einen ein Gebäude an der Lindenstraße, zum anderen eine Wohnanlage an der Marbacher Straße. „Wir fühlen uns als Teil eines Experimentes für unsere Belastbarkeit“, sagte Holger Knauf in der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung. Knauf wohnt in der eigentlich für den Durchgangsverkehr gesperrten Schillerstraße, nur Anlieger dürfen hier passieren. „Das wird von vielen Autofahrern aber derzeit ignoriert“, sagte Knauf. Hinzu kämen die Baufahrzeuge, die auch schon mal direkt vor seinem Haus wenden würden.

Die Schillerstraße hat sich vor allem seit der Sperrung der Lindenstraße vom verschwiegenen Wohnquartier zu einem Brennpunkt in der Gemeinde entwickelt. Knauf schilderte gefährliche Situationen für Fußgänger sowie Radfahrer. Vor allem Schüler seien wegen der Gehwegsperrungen gefährdet, betonte Knauf, der mehr Kontrollen forderte. Vor eineinhalb Jahren habe er das schon einmal angeregt, aber ohne Erfolg, sagte Knauf. Seinerzeit habe es geheißen, der Vollzugsbeamte sei krank. Jetzt ist er abermals im Krankenstand, wie Günter Sommer mitteilte. Der Grund: Der Vollzugsbeamte wurde im Dienst von einem Hund gebissen.

Auch wenn Straßensperrungen Sache des Landratsamtes seien, bemühe sich die Verwaltung doch, erträgliche Lösungen zu finden, versprach Bürgermeisterin Birgit Hannemann. Sie hatte auch eine gute Nachricht: Im April werde die Sperrung der Lindenstraße aufgehoben, dann könne wenigstens hier wieder durchgefahren werden.

Günter Sommer hatte noch ein weiteres Trostpflaster parat: Ein Teil der Schillerstraße werde ab dem Frühjahr gesperrt, dann sei das Thema Durchgangsverkehr erledigt. Grund für die Sperrung: Auch hier beginnen die Arbeiten für ein Neubauprojekt.

von angelika baumeister
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