Anlände
Ludwigsburg | 18. Mai 2018

Betonwerk kommt der Stadt in die Quere

Die Stadt hat auf den Flächen eigentlich Freibad-Parkplätze geplant – Mit einem Bebauungsplanverfahren soll Zeit für Verhandlungen gewonnen werden

Blick auf das Industriegebiet in Neckarweihingen und die Anlände. Dahinter auf den Wiesen will die Stadt irgendwann einen Freibad-Parkplatz anlegen.Foto: Alfred Drossel/Bearbeitung: LKZ
Blick auf das Industriegebiet in Neckarweihingen und die Anlände. Dahinter auf den Wiesen will die Stadt irgendwann einen Freibad-Parkplatz anlegen.Foto: Alfred Drossel/Bearbeitung: LKZ

Schon vor vier Jahren hat die Stadt ein Konzept vorgelegt, wie das Freibad, aber auch die Zugwiesen besser erschlossen werden könnten. Die Idee: Parkplätze auf der anderen Neckarseite mit einer Brücke oder Steg über den Neckar zum Freibad. Passiert ist bisher nichts, unter anderem auch, wie es hieß, weil es keine Fördermittel für die Brücke gab.

Jetzt ist das Thema wieder auf der Tagesordnung. Denn die Firma Union Beton, die zum Unternehmen Hubele gehört, will genau dort ein neues Betonmischwerk bauen. Das wäre auch möglich, gehören doch einige Grundstücke dort dem Unternehmen. Auch baurechtlich wäre dies erlaubt. „Wir müssten das genehmigen“, so Baubürgermeister Michael Ilk am Mittwoch im Gemeinderat.

Die Stadt versucht nun, mit dem Unternehmen eine Lösung zu finden, berichtet er. Ein Ansinnen, das auch die Stadträte in einer nichtöffentlichen Sitzung gefordert hatten. Um Zeit zu gewinnen, soll ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, in dem die Fragen geklärt werden. Ziel ist für die Stadt nach wie vor, dort Parkplätze herzustellen.

Die CDU will die Entwicklung des Unternehmens nicht behindern, sie verlangt eine gütliche Einigung. „Es gibt Signale, dass der Bauantrag vorerst zurückgezogen wird, um Zeit für die Beratung zu bekommen“, so Klaus Herrmann, der dafür plädierte, den Bebauungsplan erst im Juni zu beschließen. Das hatte die Firma den Stadträten mitgeteilt – die Grünen blieben außen vor, bei ihnen ging die Info an den Vorvor-Fraktionschef.

Der Gemeinderat entschied sich entgegen dem CDU-Vorschlag, den Bebauungsplan anzugehen, klammerte dabei aber die Planung für die Parkflächen mit Steg, Radwegen und Caravan-Stellplätzen vorerst aus. „Das ist noch nicht mehr als eine Handskizze“, so SPD-Stadtrat Dieter Juranek. Er bemängelte, dass die Fragen noch nicht mit dem Unternehmen besprochen wurden. In Ludwigsburg gebe es wohl zu viele Projekte, so dass der Stadtverwaltung „dann die Zeit fehlt, die Dinge richtig abzustimmen“.

„Das ist wichtiger als die Uferwiesen“, mahnte Reinhardt Weiss (Freie Wähler). Viel Lob fürs Konzept kam von der FDP. „Sehr gut, wenn auch dort das Neckarufer ein neues Gesicht bekommt“, so Stadtrat Johann Heer.

Hans-Peter Jans
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