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GEMMRIGHEIM | 01. März 2018

Die Kandidaten stimmen in vielen Themen überein

Bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung zur Bürgermeisterwahl in Gemmrigheim präsentierten sich die Kandidaten noch einmal der Öffentlichkeit. Dabei zeigte sich: Es gibt viele Übereinstimmungen, wie die Bewerber Probleme im Ort angehen und die Zukunft Gemmrigheims gestalten wollen.

Die Bürgermeisterkandidaten stellen sich den Fragen von Redakteurin Britta Slusar und Ressortleiter Stephan Wolf (Mitte). Fotos: Ramona Theiss
Die Bürgermeisterkandidaten stellen sich den Fragen von Redakteurin Britta Slusar und Ressortleiter Stephan Wolf (Mitte). Fotos: Ramona Theiss

Die Festhalle im Wörth war voll besetzt, als sich fünf der sechs potenziellen Nachfolger von Bürgermeisterin Monika Chef den Fragen der Moderatoren Stephan Wolf und Britta Slusar stellten. Die sechste Kandidatin, Fridi Miller, hatte aus Termingründen abgesagt.

Wie bereits gestern berichtet, schreiben sich Joachim Koch, Jörg Frauhammer, Tobias Lichter, Helmut Heilig und Ulrich Raisch Bürgernähe und Transparenz gleichermaßen groß auf die Fahne. Aber auch bei anderen Themen gibt es viele Übereinstimmungen, etwa bei der Verkehrssituation: Ein Kreisverkehr Richtung Kirchheim würde einen Knotenpunkt entschärfen und sollte unbedingt durchgesetzt werden, waren sich bis auf Raisch alle einig. „Ich verspreche, am Ball zu bleiben, um eine Lösung zu erhalten“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Jörg Frauhammer, der sich als Gemeinderat schon lange mit dem Thema beschäftigt. Auch der seit Jahren diskutierte Radweg nach Besigheim müsse endlich gebaut werden. Für beide Projekte wollen sich der Verwaltungsbeamte Tobias Lichter sowie der Hotelkaufmann und Energieelektroniker Helmut Heilig ebenfalls einsetzen und auf die Umsetzung immer wieder im Landratsamt drängen. Denn, wie Verwaltungsfachwirt Joachim Koch feststellte, liegt die Zuständigkeit für die Straßen nicht bei der Gemeinde. Ulrich Raisch bezweifelt hingegen, dass das Auto ein zuverlässiger Weg in die Zukunft sei. Diesen sieht der Musikpädagoge vielmehr im Musikkindergarten, wie er auch bei anderen Themen immer wieder erklärte.

Während Raisch es als Missklang empfindet, einseitig auf die Wirtschaft zu setzen, ist den anderen Kandidaten eine solide Haushaltslage mit Gewerbesteuereinnahmen wichtig. Da der Atomausstieg mit einem Rückgang der Gewerbesteuer verbunden ist, wollen Lichter, Koch, Heilig und Frauhammer neue Betriebe ansiedeln und das möglichst auf leerstehenden Gewerbeflächen.

Die gute Infrastruktur wollen alle erhalten. Koch schwebt zudem die Einrichtung einer bilingualen Realschule vor, während Lichter einen solchen Schritt beim derzeitigen Umbruch in der Schullandschaft nicht empfehlenswert findet. Eine Sanierung der Grundschule sehen alle als notwendig an, nur Raisch gab zu, die Schule gar nicht zu kennen. Bei der Schaffung von neuem Wohnraum sprach sich Tobias Lichter für Nachverdichtung aus, wohl wissend, dass es schwierig ist, an freistehende Grundstücke zu kommen.

Einige Bürger nutzten die Gelegenheit, die angeschnittenen Themen durch eigene Fragen zu vertiefen. Vor allem für den im Ort bekannten Jörg Frauhammer gab es auch sehr persönliche Fragen. So wollte Martin Lessow von ihm wissen, ob er tatsächlich noch den Mut habe, etwas Neues anzupacken und warum ausgerechnet jetzt? „Weil die Zeit für mich persönlich jetzt reif ist“, erklärte Frauhammer, dass er bei der Bürgermeisterwahl vor acht Jahren gerade große Projekte bei der Arbeit begonnen und deshalb nicht kandidiert habe.

Mit einer lockeren Schlussrunde, bei der Schlagfertigkeit gefragt war, ging die Podiumsdiskussion zu Ende.

Beate Volmari
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