Verkehr
Ditzingen | 11. Oktober 2017

Neue Hürden für die freie Fahrt

Nach der Notsanierung wird die Brücke der A 81 an der Ausfahrt Feuerbach nun nachhaltig instand gesetzt.

Sogar abends droht derzeit Staugefahr auf der A 81 – denn die drei Fahrbahnen werden zu einer. Archivfoto: Alfred Drossel
Sogar abends droht derzeit Staugefahr auf der A 81 – denn die drei Fahrbahnen werden zu einer. Archivfoto: Alfred Drossel

Freie Fahrt auf der A 81 nach den Sommerferien – damit hatten viele eigentlich gerechnet. Doch derzeit werden viele Fahrer enttäuscht. Denn kurz nachdem die Sanierung zwischen dem Engelbergtunnel und der Anschlussstelle Zuffenhausen abgeschlossen worden ist, gibt es nun erneut eine Baustelle. Die soll diesmal bis zum 2. Dezember auf einem Teil der gerade erst fertiggestellten Spuren, direkt an der Anschlussstelle Feuerbach, dauern und 1,2 Millionen Euro kosten. Dort waren Ende 2016 Schäden an der Brücke festgestellt worden, die die Autobahn über die B 295 zwischen Weilimdorf und Ditzingen führt. Das hatte damals nicht nur wegen der kurzfristig anberaumten Arbeiten Schlagzeilen gemacht, sondern auch aufgrund des Tempolimits und der Blitzeraktion, deren Gültigkeit ein Verkehrsrechtsanwalt unlängst anzweifelte (wir berichteten).

Nun ärgern sich wieder viele Fahrer. „Hätte man das nicht auf einmal machen können?“, fragen viele, die in einem der vielen Staus tagsüber, teils sogar nachts stehen. „Die Arbeiten an der Übergangskonstruktion erforderten im Vorfeld eine aufwendige Planung“, heißt es dazu aus dem Regierungspräsidium (RP) Stuttgart. Und weiter: „Zudem können aus Gründen der Baustellenlogistik und der längeren Bauzeit die Arbeiten erst nach Beendigung der Fahrbahndeckenerneuerung durchgeführt werden.“

Überrascht waren viele zudem über das ausgelegte Hindernis auf der Fahrspur der Behelfsbrücke – denn in einer Ankündigung las es sich so, als ob es nur nachts liege. Es ist nötig, weil zunächst über mehrere Tage der alte, defekte Fahrbahnübergang ausgebaut werde, so das RP. „Dabei verbleibt ein breiter Spalt zwischen Brücke und Vorland, der von Autos nicht überfahren werden kann.“ Ohne die Rampe müsste die Fahrbahn komplett gesperrt werden, tags wie nachts. Und aus Sicherheitsgründen darf man diese mit maximal 60 Stundenkilometern überfahren. Doch auch wenn kein Stau sei, würden viele Autofahrer bei deren Anblick scharf und auf deutlich unter das erlaubte Tempo abbremsen, schildern Pendler.

Ein besonderer Unfallschwerpunkt habe sich daraus aber nicht entwickelt, heißt es aus dem Polizeipräsidium Ludwigsburg – anders als das bei der Sommerferienbaustelle war. Die Polizei hatte zudem angekündigt, an dieser Stelle verstärkt die Geschwindigkeit kontrollieren zu wollen. Das habe man bislang vor allem abends und nachts getan, so eine Sprecherin, „tagsüber kann man ja nicht wirklich schnell und flüssig fahren“. Der Spitzenreiter bislang sei in der Baustelle doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs gewesen. Insgesamt würden sich aber viele an die Vorgaben halten – wohl auch, weil auf die Radarkontrollen mit einem Schild hingewiesen wird. „Und wir werden weiterhin kontrollieren.“

Das gilt in zwei Wochen wohl auch in die andere Richtung. Ab dem 22. Oktober beginnt laut Zeitplan der zweite Bauabschnitt. Dann steht die Überfahrtsrampe auf der Fahrbahn Richtung Engelbergtunnel.

Julia Schweizer
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