naherholung
marbach | 10. November 2018

Wenn Schaschlikstäbchen wachsen

Aussichtsplattform über dem Neckartal ist fertiggestellt – Verband Region Stuttgart übernimmt die Hälfte der Kosten

Schlüsselübergabe (von links): Bürgermeister Jan Trost, die Weinerlebnisführer Gerhard Thullner, Renate Lohfink und Günther Lohfink Regionalpräsident Thomas Bopp, Matthias Hammer, Vorstandsvorsitzender der Marbacher Weingärtner und Roland Kübler, der die Konstruktion für die Aussichtsplattform entworfen hat.Foto: Oliver Bürkle
Schlüsselübergabe (von links): Bürgermeister Jan Trost, die Weinerlebnisführer Gerhard Thullner, Renate Lohfink und Günther Lohfink Regionalpräsident Thomas Bopp, Matthias Hammer, Vorstandsvorsitzender der Marbacher Weingärtner und Roland Kübler, der die Konstruktion für die Aussichtsplattform entworfen hat.Foto: Oliver Bürkle

Eines Sonntagmorgens hat sich Roland Kübler, Landschaftsarchitekt in Diensten der Stadt Marbach, hingesetzt und seine Überlegungen mit Hilfe von Schaschlikstäbchen sichtbar gemacht. Küblers Gedankenspiele sind jetzt in zigfacher Vergrößerung zu sehen – es handelt sich um die Konstruktion, die die neu geschaffene Aussichtsplattform am Panoramaweg hoch über dem Neckar dominiert.

Gestern lud die Stadt Marbach zu einem offiziellen Termin ein, das Projekt ist abgeschlossen. Oberhalb des Krankenhauses, wo der Blick über die Altstadt und das Neckartal bis hinüber nach Benningen schweift, steht nun die Konstruktion aus Robinien- und Edelkastanienhölzern, die sowohl an die Wengerthäusle als auch an das Fachwerk der Altstadt erinnern soll. Drei fest installierte Stehtische und zwei abschließbare Truhen – die auch als Bänke genutzt werden können – bilden die Ausstattung, über die sich vor allem die Weinerlebnisführer freuen. Die bringen ihre Gäste nämlich gerne an diese Stelle und bieten hier Weine zur Verkostung an, deren Trauben an den umliegenden Hängen wachsen. Bürgermeister Jan Trost verhehlte nicht, dass die „futuristische“ Konstruktion in den vergangenen Monaten auch schon einige Diskussionen in Marbach ausgelöst hatte, aber er hielt es mit der Steinheimer Regionalrätin Regina Traub: „Architektur ist Ansichtssache.“

Dass einige Regionalräte sowie Regionalpräsident Thomas Bopp gestern ein Glas mit Marbacher Secco auf die Aussichtsplattform erhoben, hat seinen Grund: Der Verband Region Stuttgart (VRS) übernimmt die Hälfte der Kosten. Die waren ursprünglich mit 100 000 Euro veranschlagt, vermutlich werden aber 75 000 Euro ausreichen, so Jan Trost. Bopp zeigte sich davon überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist, erinnerte an ähnliche Projekte, die der VRS unterstützt hat, etwa die Zugwiesen in Ludwigsburg, die Glems-Renaturierung in Ditzingen oder ganz aktuell den Rastplatz am Enztalradweg in Bietigheim-Bissingen. Projekte, die allesamt der Naherholung dienten: „Da muss man am Wochenende nicht mehr an den Bodensee oder nach Mallorca.“

von sabine frick
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