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Corona
3G-Regelung im Einzelhandel - So reagieren Händler in Ludwigsburg

Das Weihnachtsgeschäft läuft an. Da kommt eine 3 G-Regelung für den Handel zur Unzeit. Archivfoto: dpa
Das Weihnachtsgeschäft läuft an. Da kommt eine 3 G-Regelung für den Handel zur Unzeit. Archivfoto: dpa
Die Alarmstufe rückt näher. Am Montag waren im Land 406 Intensivbetten belegt. Sollte der Wert auch am Dienstag über 390 liegen, tritt ab Mittwoch die Alarmstufe in Kraft. Für den Handel bedeutet das zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete.

Ludwigsburg. „Für den Einzelhandel ist das eine absolute Herausforderung“, sagt der Ludwigsburger Citymanager Markus Fischer. „Aber ein Lockdown wäre noch schlimmer.“

Denn wenn die Alarmstufe greift, müssen Geschäfte von ihren Kunden einen Impf-, Genesenen- oder Schnelltestnachweis einfordern, bevor diese Zugang zum Laden erhalten. Geschäfte der Grundversorgung, also zum Beispiel Supermärkte, Bäckereien, Drogerien, Banken oder Apotheken sind von dieser Regelung ausgenommen.

Die 3G-Regelung kommt für die Händler zur Unzeit. Das Weihnachtsgeschäft startet gerade, ein spontanes Einkaufen für Ungeimpfte ist dann nicht mehr möglich. „Natürlich haben wir die Sorge, dass die Kunden noch mehr im Internet einkaufen. Für den stationären Handel ist das ganz schwierig.“

Britta Zinthäfner vom gleichnamigen Ludwigsburger Spielwarenfachgeschäft ist froh, dass „zumindest die Schnelltests wieder kostenlos“ sind. Sie richtet sich gedanklich schon auf eine Zugangskontrolle vor ihrem Geschäft in der Solitudestraße ein. „Zum Glück sind die meisten unserer Kunden sehr verständnisvoll.“

„Es täte uns verdammt weh, wenn das käme“, sagt Isabell Weindorf, Standortleiterin von Fotoprofi in der Ludwigsburger Seestraße. Schon jetzt sei deutlich weniger Frequenz in der Innenstadt, als es für diese Jahreszeit üblich sei. „Das Einkaufserlebnis leidet. Dabei tun wir alles für unsere Kunden.“

Auch die Parfümerie Schuback, die mit zwei Filialen in der Ludwigsburger Innenstadt sitzt, ist von diesen Maßnahmen betroffen.“ Die Planungen laufen schon auf Hochtouren“, so heißt es aus dem Standort in der Kirchstraße. Das nötige Protokoll liege bereits vor, der Laden sei bereits alle Phasen des Lockdowns in der Vergangenheit durchgegangen. Im Geschäft haben alle Mitarbeiter sowieso schon die Maske auf, sehr viel werde sich also für sie nicht ändern. Ein herber Rückschlag für das Weihnachtsgeschäft könnte die Verschärfung trotzdem bedeuten.

Am heutigen Dienstag werden auf den Intensivstationen im Land aller Voraussicht nach am zweiten Werktag in Folge mehr als 390 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt. Damit wird die sogenannte Alarmstufe ausgerufen. Während dann ab Mittwoch, 17. November, im Handel 3G gilt, gilt die 2G-Regel etwa in Restaurants, Museen, bei Ausstellungen oder bei Veranstaltungen. Wie sehr der Einzelhandel unter den Beschränkungen leiden wird, wird sich erst während des Weihnachtsgeschäfts um den Start des Dezembers zeigen.