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Sanierungsprogramm

Acht Straßen erhalten ein Facelift

Auch 2019 setzt die Stadt ihr Straßensanierungsprogramm fort. Acht Straßen erhalten für insgesamt 1,8 Millionen Euro einen neuen Belag . Spätestens im Sommer soll es losgehen. Die Auswahl der Straßen ist allerdings sehr umstritten.

Wie hier in der Osterholzallee sieht es in vielen Straßen Ludwigsburgs aus: Der Asphalt ist rissig und geflickt. Für 1,8 Millionen Euro sollen 2019 acht Straßen saniert werden.Fotos: Holm Wolschendorf
Wie hier in der Osterholzallee sieht es in vielen Straßen Ludwigsburgs aus: Der Asphalt ist rissig und geflickt. Für 1,8 Millionen Euro sollen 2019 acht Straßen saniert werden. Foto: Holm Wolschendorf
Wie hier in der Osterholzallee sieht es in vielen Straßen Ludwigsburgs aus: Der Asphalt ist rissig und geflickt. Für 1,8 Millionen Euro sollen 2019 acht Straßen saniert werden.Fotos: Holm Wolschendorf
Wie hier in der Osterholzallee sieht es in vielen Straßen Ludwigsburgs aus: Der Asphalt ist rissig und geflickt. Für 1,8 Millionen Euro sollen 2019 acht Straßen saniert werden. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Schon seit vielen Jahren werden die städtischen Tiefbauer regelmäßig zum Jahresende im Gemeinderat vorstellig. Im Gepäck haben sie stets eine Liste mit Straßen, deren Belag im kommenden Jahr saniert werden soll. Schlaglöcher, Risse und Unebenheiten – Zeit und Wetter setzen Ludwigsburgs Wegen fortwährend zu, die Sanierung der Straßenbeläge ist damit eine nie endende Aufgabe.

Stichwort
Das Ludwigsburger Belagssanierungsprogramm

Im Belagssanierungsprogramm des Fachbereichs für Tiefbau und Grünflächen werden derzeit jährlich fünf bis acht Straßen saniert. Dafür stehen dem Fachbereich zwischen einer und knapp zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Daneben gibt es meist weitere ein bis zwei größere Sanierungsprojekte, bei denen Straßen komplett umgebaut werden.

Die Belagsarbeiten richten sich nicht – und das sorgt bei vielen Bürgern für Unverständnis – nach dem tatsächlichen Zustand der Fahrbahnoberfläche. Der Fachbereich Tiefbau muss seine Prioritätenliste jedes Jahr mit den Stadtwerken neu abgleichen. Und da die Stadtwerke gerade fleißig neue Leitungen, Fernwärmerohre und Glasfaserkabel versenken, sind den Tiefbauern teilweise die Hände gebunden. Der Sanierungsbedarf im Leitungssystem ist enorm. Daher bestimmen momentan eher die Investitionen in das Leitungsnetz, welche Straßen gerichtet werden – und nicht der Zustand des Fahrbelags. (wa)

Umstritten ist allerdings, welche Straßen saniert werden sollen. Den meisten Ludwigsburgern fallen wohl ziemlich viele Buckelpisten ein, mehr als fünf bis acht Straßen jährlich packt die Stadtverwaltung aber nicht. Zudem richtet sich das Programm nicht nach dem tatsächlichen Zustand der Straßen, sondern nach dem Arbeitspensum der Stadtwerke. Denn nur in den Straßen, in denen auch Leitungen ausgetauscht werden, wird auch der Belag erneuert (Infobox).

Bei der Vorstellung des Sanierungsprogramms für dieses Jahr gab es vonseiten der Grünen große Bedenken. Stadträtin Christine Knoß stört sich vor allem an der Sanierung der Schlachthofstraße (zwischen Hoferstraße und Gottlob-Molt-Straße) und der Osterholzallee zwischen Gänsfußallee und Schlieffenstraße. In der Schlachthofstraße sei die Situation schon seit Jahren für Radfahrer und Fußgänger eine Zumutung. Sie forderte die Verwaltung dazu auf, eine komplette Umgestaltung der Straße – samt einem Verzicht auf den Parkstreifen – anzugehen.

Auch bei der Osterholzallee warnte Knoß vor einem Schnellschuss. An der Kreuzung mit der Gänsfußallee sei doch ein Kreisverkehr geplant. Sie bat darum, beide Straßen erst später zu sanieren.

Auch bei SPD und Lubu gab es bezüglich der Schlachthofstraße Bedenken. Reinhold Noz (CDU) machte dagegen klar, dass seine Fraktion einem Wegfall der Parkplätze in der Schlachthofstraße nicht zustimmen werde. Andreas Rothacker (FW) machte sich für eine schnelle Sanierung der Osterholzallee stark.

So kommt es auch. Am Ende konnte sich Ulrike Schmidtgen, die Leiterin des Fachbereichs für Tiefbau und Grünflächen, mit ihren acht Straßen durchsetzen. Es gebe sowieso keinen Spielraum: „Alles ist mit den Stadtwerken abgestimmt.“ Die betroffenen Straßen werden dieses Jahr für Leitungsarbeiten aufgerissen und brauchen dementsprechend danach auch einen neuen Belag. Und komplette Straßenumbauten seien in dem Belagssanierungsprogramm nicht vorgesehen.

Konkret werden 2019 damit folgende Straßen angegangen:

Der vorletzte Abschnitt der Schwieberdinger Straße zwischen Gänsfußallee und Martin-Luther-Straße. Dieser dritte Sanierungsabschnitt hätte eigentlich schon 2018 erfolgen sollen, wurde aber zugunsten der Frankfurter Straße (B.27) in Eglosheim zurückgestellt. Wie in den beiden Abschnitten zuvor ist auch hier Flüsterasphalt vorgesehen.

Die Rilkestraße zwischen Austraße und Herrmann-Hesse-Straße.

Die Schlachthofstraße zwischen Hofer- und Gottlob-Molt-Straße.

Die Erbestraße.

Die Osterholzallee zwischen Gänsfußallee und Schlieffenstraße. Die Stadtverwaltung muss hier auch den Abwasserkanal erneuern. Hier gab es in der Vergangenheit bereits einen Wasserrohrbruch. Außerdem sollen die Lücken in der Allee wieder geschlossen werden.

Die Lortzingstraße. Sie gilt bereits seit 2012 als in sehr schlechtem Zustand.

Die Suevenstraße. Auch hier haben sich die Anwohner schon oft bei der Stadt beschwert.

Die Hochdorfer Straße. Dort soll auch gleich die Bushaltestelle barrierefrei umgebaut werden.

Die Aufträge für die einzelnen Sanierungsprojekte sollen noch in diesem Quartal ausgeschrieben werden. Da überall auch neue Leitungen und teilweise auch Kanäle gelegt werden, dauern die Bauarbeiten in den betroffenen Straßen laut Stadtverwaltung mindestens ein halbes Jahr.

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