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Nachhaltigkeit

Aktiver Klimaschutz an Ludwigsburger Schulen wird belohnt

Aktion zum Energiesparen an Schulen — Stadt und Landkreis Ludwigsburg zeichnen Projekte im Rahmen von Klimaprojekt aus

Die Schüler, Lehrkräfte und Vertreter von Stadt, Landkreis und den Förderern freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit. Foto: Holm Wolschendorf
Die Schüler, Lehrkräfte und Vertreter von Stadt, Landkreis und den Förderern freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Wenn die Schüler das Klassenzimmer verlassen, wird das Energiesparen oft vernachlässigt. Der Wasserhahn tropft, der Beamer ist noch an oder die Lichter sind nicht ausgeschaltet. Um das zu vermeiden, haben elf Schulen aus dem Landkreis an einem Projekt zum Klimaschutz teilgenommen. Unter dem Motto „Innovative Energiesparprojekte an Schulen" haben alle Teilnehmer Energiekonzepte erarbeitet. Jetzt sind sie bei einer Veranstaltung in der Feuerseemensa zum ersten Mal ausgezeichnet worden.

Vertreten sind alle Schularten – von der Grundschule Friedensschule in Ludwigsburg bis hin zum Beruflichen Schulzentrum Bietigheim. Das mehrjährige Projekt wird von der Kreissparkasse Ludwigsburg mit 72000 und von den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und Bietigheim-Bissingen (SWBB) mit je 12000 Euro gefördert.

Wie gehen die Schulen an die Sache ran?

Alle Schulen hatten ähnliche Herangehensweisen an das Thema. Es wurde ein Energieteam gegründet, welches das Projekt die gesamte Zeit über begleitet. Diese Teams haben dann, gemeinsam mit den schulischen Hausmeistern, an einer Gebäudebegehung teilgenommen, um die Schule und alle Energiefresser im Detail kennenzulernen. Im Anschluss wurden individuelle Lösungsansätze entwickelt.

Die Friedensschule führte zum Beispiel eine Stempelkarte für die Schüler ein, auf der sie festhalten konnten, wie oft sie zu Fuß oder mit dem Roller in die Schule gekommen sind. Auf das sogenannte Eltern-Taxi sollte verzichtet werden. Bei einer Frühjahrsputzaktion wurde Müll gesammelt.

Das Ludwigsburger Friedrich-Schiller-Gymnasium fügte den Punkt Energiesparen in ihr Leitbild ein und stellte Gefäße für die Mülltrennung auf. Ein Kurs im Schulfach Naturwissenschaft und Technik hat einen Energiecheck durchgeführt. Schüler haben mit Testgeräten in den Klassenzimmern des Schulgebäudes den Energieverbrauch überprüft.

Das Mörike-Gymnaisum ist schon geübt in Sachen Klimaschutz

Schon seit längerer Zeit gibt es am Mörike-Gymnasium das Projekt „Machhaltigkeit", das sich auch auf die Nachhaltigkeit an der Schule konzentriert. Lehrer Manuel Holler hat mit seinen Schülern hierfür Mottowochen durchgeführt, Schüler-Umwelt-Mentoren ausbilden lassen und die Temperatur in allen Räumen um ein Grad gesenkt. Dass es kühler geworden ist, sei aber niemandem aufgefallen, so Holler. Jetzt sind er und das Energieteam dabei, die schuleigene Solaranlage mit einem Display zu verknüpfen, um abzulesen, wie viel Strom dadurch produziert wird.

Projektleitung spricht von vollem Erfolg

Für Projektleiterin Ellinor Hoyer vom klimaschutzteam des Landkreises ist die Aktion jetzt schon ein großer Erfolg: „Die Ergebnisse der Berichte machen deutlich, dass sich die Schulen seit Oktober sehr motiviert engagiert haben und neue klimafreundliche Handlungsalternativen kennengelernt und umgesetzt haben.“ Sie freue sich, zu sehen, mit wie viel Engagement und Motivation die Teilnehmer an das Thema Klimaschutz herangehen. Die Projekte werden jährlich prämiert, die gesamte Aktion ist bis Ende Februar 2025 befristet. Um das Preisgeld in Anspruch nehmen zu können, müssen unterschiedliche Vorgaben aus einem festgelegten Maßnahmenkatalog erfüllt werden. Diese erfüllten Vorgaben werden nach einem Punktesystem bewertet. Je mehr Punkte eine Schule erzielt, desto mehr Preisgeld bekommen die Schüler.

Das Projekt geht seit Anfang März in die zweite Phase. Mit den Planungen der Projekte ist im Oktober begonnen worden. Die Schulen sollen ihre Pläne in der nun folgenden Optimierungsphase weiter verbessern.

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