Logo

Citylauf 2022
Alle stehen für den 22. Citylauf in Ludwigsburg in den Startlöchern

Auf eine gute Beteiligung am Citylauf hoffen die Organisatoren. Das Foto stammt aus dem Jahr 2018. Archivfoto: Ramona Theiss
Auf eine gute Beteiligung am Citylauf hoffen die Organisatoren. Das Foto stammt aus dem Jahr 2018. Archivfoto: Ramona Theiss
350_0900_42311_COKRBuergerlauf.jpg
Nach zweijähriger Pause ist er wieder da: der Ludwigsburger Citylauf findet am Samstag, 9. Juli, statt. Und er wartet mit einer Neuerung auf. Es gibt für Hobby- und Genussläufer einen Lauf über fünf Kilometer und den Hauptlauf über zehn Kilometer. Hier müssen die Teilnehmer ein Zeitlimit beachten. Denn um Behinderungen zu vermeiden, die beim Überrunden entstehen können, müssen die Läuferinnen und Läufer die Strecke in unter 70 Minuten absolvieren.

Ludwigsburg. „Wir freuen uns alle wie Bolle, dass wieder was geht“, sagt Roy Fischer von der Tempomacher Event GmbH. Die Sponsoren, Dienstleister sowie die Organisatoren seien sehr erleichtert darüber, dass Großveranstaltungen wie der Citylauf stattfinden können. Lange Zeit hieß es warten, warten, warten. Grünes Licht hätte es erst nach Ostern gegeben, davor seien den Verantwortlichen der Stadtverwaltung die Hände gebunden gewesen. „Dürfen wir? Und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Gibt’s Beschränkungen, was die Teilnehmerzahl oder die Zuschauer anbelangt?“, das hätten sie sich gefragt, erläutert Fischer. Aber nachdem das Marktplatzfest genehmigt worden war, seien sie zuversichtlich gewesen. „Nun wird’s aber im wahrsten Sinne des Wortes sportlich“, meint Fischer, „von der Planung und Umsetzung bis zum 9. Juli bleibt nicht mehr allzu viel Zeit.“

Hauptlauf mit zeitlicher Vorgabe

Gibt es Neuerungen? Ja, erläutert Fischer, neben einer neuen Streckenführung gibt es einen fünf sowie einen zehn Kilometer langen Lauf mit einer zeitlichen Vorgabe. Warum? „Zum Citylauf in Ludwigsburg kommt die deutsche Straßenlaufelite“, sagt der Cheforganisator. „Einige laufen die zehn Kilometer unter 30 Minuten.“ Auf der Strecke gibt es Bereiche, die nicht so breit sind. „Da können wir keinen Pulk durchschicken. Aber „je größer der Citylauf geworden ist, desto größer ist das Problem der Überrundung geworden“, erklärt Fischer. Will heißen: Wenn alle Läuferinnen und Läufer unterwegs sind und ein schnellerer einen langsameren überholen möchte, „schaffen wir eine unbeherrschbare Situation“.

Und das wird „für diejenigen doof, die den Hauptlauf in unter einer halben Stunde schaffen und damit schneller als 20 Stundenkilometer unterwegs sind“, meint Roy Fischer. Dies so zu regeln, sei den Gegebenheiten vor Ort geschuldet, „daran konnten wir nun nichts ändern, sondern wir mussten etwas am Modus ändern“.

Auch Walker und Genussläufer werden angesprochen

Würden dadurch Läufer nicht abgeschreckt? „Wir wollen niemanden ausladen“, betont Fischer. „Im Gegenteil. Der Citylauf ist ein Breitensportevent.“ Und diese Änderung berge eine Chance. Er habe zahlreiche Rückmeldungen von Hobbyläufern erhalten mit dem Tenor: „Beim Ludwigsburger Citylauf kann ich nicht mitmachen. Das Teilnehmerfeld ist sehr ambitioniert.“ Jene Freizeitläufer hätten deswegen vom Streckenrand aus nur noch zugeschaut, um die tolle Atmosphäre zu genießen. „Und das ist doch schade. Wir wollen alle ansprechen“, betont Fischer, auch die Walker, Nordic Walker und die Genussläufer, die ohne Druck mitmachen wollen. „Die Neuerung ist ein Schritt nach vorne und keine Begrenzung.“

Und diejenigen, die den Fünf-Kilometer-Lauf absolviert hätten, könnten im Anschluss die anderen vom Straßenrand aus anfeuern oder sich das Livekonzert auf dem Rathausplatz anhören. „Das fängt früher an als in den vergangenen Jahren. Unser Rahmenprogramm ist ebenfalls toll. Da ist für jeden was dabei“, ist Fischer begeistert.

Streckenführung ist mit der Stadt abgestimmt

Wenn gegen 22.30 Uhr die Sieger der Hauptläufe auf der Bühne vor dem Rathaus geehrt werden, ist längst damit begonnen worden, die Strecke abzubauen. „Sie war sieben, acht Jahre unverändert. Die aktuelle Streckenführung haben wir uns nicht unbedingt so gewünscht“, stellt Fischer klar. Es habe zahlreiche Absprachen mit den Behörden gegeben, beispielsweise wo es größere Bauarbeiten gibt, wie aktuell an der Sternkreuzung, und wie diese sich in vier Wochen entwickelt hätten. „Wir können nicht so einfach auf eine andere Straße ausweichen“, erklärt Fischer, da „gibt’s vielleicht eine Bushaltestelle oder ein Parkhaus. Auch übergeordnete Verkehrswege, wie zum Krankenhaus, müssten frei bleiben.“ Fischer betont zudem, dass nicht einfach ein zweiter Lauf über zehn Kilometer für die Genussläufer hätte angeboten werden können – wie es an ihn herangetragen worden war. „Das hätte den Rahmen des Citylaufs nun wirklich gesprengt.“

Es geht am Blüba und am Riesenrad entlang

Auf der aktuellen Strecke gibt’s ein paar Höhepunkte: Über den Marktplatz geht’s in die Wilhelmstraße, ins Blühende Barock, zur Bärenwiese, vorbei am Riesenrad. „Ruhigere Stücke, die nicht so sexy waren und wo kaum Zuschauer standen, und den langen Schlossberg hoch haben wir rausgelassen.“Ein Blick auf die Homepage www.ludwigsburger-citylauf.de zeigt, dass die Zahl der Meldungen noch steigen könnte. Fischer hofft auf mindestens 3000, die am Samstag, 9. Juli, mitmachen. „Es dürfen gern mehr werden.“