Logo

Corona

Bald gibt es in der Weststadt ein Mini-Impfzentrum

Bis Ende September wurden in der Halle in der Ludwigsburger Weststadt rund 230000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Dann kam die Schließung. Jetzt plant der Landkreis dort ein kleines Impfzentrum. Start ist voraussichtlich am 13. Dezember mit einer Kapazität von zunächst 400 Impfungen am Tag.

In zehn Impfstraßen konnten im Kreisimpfzentrum täglich 2500 Menschen geimpft werden. Nun soll es in der Halle einen kleineren Impfstützpunkt geben.Archivfoto: Holm Wolschendorf
In zehn Impfstraßen konnten im Kreisimpfzentrum täglich 2500 Menschen geimpft werden. Nun soll es in der Halle einen kleineren Impfstützpunkt geben. Foto: Holm Wolschendorf

Landkreis Ludwigsburg. Als der Landkreis am Montag seine Impfkampagne vorstellte, verkündete Landrat Dietmar Allgaier auch, dass in den Hallen des ehemaligen Kreisimpfzentrums ein fester Impfstützpunkt eingerichtet werden soll. Damit sollen die niedergelassenen Ärzte bei der Impfung gegen das Coronavirus unterstützt werden.

Ab wann kann man sich dort impfen lassen?

Das Landratsamt teilte mit, dass spätestens am Montag, 13.Dezember, mit den Impfungen in der Halle begonnen werden kann.

Wie viele Impfungen sind dort dann möglich?

Bisher sind vier Impfstraßen geplant. An jeder Straße sollen täglich 100Impfungen möglich sein. In dem Mini-Impfzentrum könnten also täglich 400Menschen geimpft werden. „Eine Erhöhung ist jederzeit möglich“, teilte das Landratsamt mit.

Wie kann man einen Termin ausmachen?

Der Landkreis hat mit der Internetseite termin.kizlb.de ein Terminvergabetool. Dort können zum Beispiel auch teilweise Termine in den verschiedenen Gemeinden und Städten gebucht werden. Auch für den Impfstützpunkt in der Ludwigsburger Weststadt sollen die Termine darüber gebucht werden können.

Kann man sich auch ohne Termin impfen lassen?

„Vermutlich werden wir zunächst nur mit Termin impfen“, teilte das Landratsamt mit. Es sei aber möglich, dass sich das lageabhängig – also je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes – ändert.

Kann man sich dort auch eine Auffrischungsimpfung holen?

Ja. Beim Impfstützpunkt werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen angeboten mit den Impfstoffen von Moderna, Biontech und Johnson&Johnson.

Wie lange wird es das Impfzentrum geben?

Der Landkreis geht von einem Betrieb bis mindestens Ende Februar aus. Wie lange die Halle noch zur Verfügung steht, die der Unternehmer Max Maier dem Landkreis kostenfrei für die Impfungen überlassen hat, weiß das Landratsamt noch nicht. „Aufgrund des Quasi-Lockdowns in der Veranstaltungsbranche sind allerdings in absehbarer Zeit keine Veranstaltungen dort geplant“, so das Landratsamt. Deshalb gehe man von einer längerfristigen Nutzung aus.

Die Familie Maier teilte auf Nachfrage mit, dass eine Nutzung als kleines Impfzentrum von ihrer Seite aus so lange möglich ist, wie es nötig ist. „Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass die Pandemie schnell und wirksam bekämpft werden kann“, sagen sie.

Gibt es ausreichend Personal für das Impfzentrum?

Laut Landratsamt sind die Planungen für das Personal abgeschlossen. Es gibt für jede Impfstraße einen Arzt, eine medizinische Fachangestellte, die impft, und Personal für die Dokumentation.

Was kostet das Impfzentrum den Landkreis?

„Auf den Landkreis werden keine Kosten zukommen“, so das Landratsamt. Die Nutzung der Halle ist kostenlos, die Abrechnung des Betriebs erfolgt über das Sozialministerium.

Woher kommt die Infrastruktur für das Impfzentrum?

Kühlschränke und das Impfmaterial werden durch das Land gestellt. Alles Weitere habe der Landkreis zur Hand. „Wir haben die Einrichtung des Kreisimpfzentrums wohlwissentlich so eingelagert, dass diese schnell wieder eingesetzt werden kann“, so ein Sprecher.

Autor: