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Corona

Blüba-Öffnung ist greifbar nahe

Bund und Länder machen den Weg frei für botanische Gärten und Museen, vorausgesetzt, die Inzidenz ist gering

Noch ist das Blühende Barock abgeschlossen. Kein Besucher kann rein. Möglicherweise ändert sich das schon kommende Woche. Archivfoto: R. Theiss
Noch ist das Blühende Barock abgeschlossen. Kein Besucher kann rein. Möglicherweise ändert sich das schon kommende Woche. Foto: R. Theiss

Wann macht das Blühende Barock wieder auf? Diese Frage bewegt Ludwigsburg und unsere Leser. Bislang war eine Öffnung von botanischen Gärten und Museen nicht gestattet. Nach dem jetzigen Stand der Dinge sieht es aber danach aus, als ob dies schon bald möglich wäre.

Bund und Länder haben sich am vergangenen Mittwoch nämlich darauf geeinigt, dass ab Montag, 8. März, unter anderem botanische Gärten und Museen öffnen können, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Ist die Inzidenz im jeweiligen Landkreis zwischen 50 und 100, darf ebenfalls geöffnet werden, allerdings sind die Einrichtungen dann dazu verpflichtet, die Daten der Besucher zu erheben. Noch liegt die aktualisierte Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg nicht vor, es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Regelung übernommen wird.

Zuversicht bei Volker Kugel

Blüba-Direktor Volker Kugel wäre freilich sehr froh, wenn er das große Schloss am Tor entfernen könnte. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er schon längst geöffnet, zumal die Saison ja noch gar nicht begonnen hat und keine Attraktionen zu sehen sind. „Unser Ziel ist es, entsprechend der Verordnung das Blüba so früh wie möglich zu öffnen“, sagt er. Auch an der Saisoneröffnung, die für den 19. März geplant ist, hält er fest. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass das klappt, und deshalb arbeitet das ganze Blüba-Team darauf hin.“

Wann der Verkauf der Dauerkarten beginnen kann, steht ebenfalls noch nicht ganz fest. Auch das hängt schlussendlich vom Saisonbeginn ab. Vergangenes Jahr musste die Gartenschau einen Tag vor der Eröffnung alles absagen. 50000 vorkultivierte Frühlingsblüher waren da bereits in die Broderie vor der Südfassade des Schlosses gepflanzt.

Bestaunt werden konnte dieses gärtnerische Kunstwerk von keinem einzigen Besucher. Auch die Veranstaltung „Leuchtende Traumpfade“, die das Blüba zum Jahresende als Ausgleich für den späten Saisonbeginn veranstalten wollte, war nur für den Testlauf in Betrieb. Besucher konnten die Lichtinstallation leider nicht sehen.

Sogar im Winter war der Park zu

Für Unverständnis sorgte die Tatsache, dass in anderen Bundesländern zoologische und botanische Gärten geöffnet waren, in Baden-Württemberg jedoch nicht. Zumal das Blühende Barock in Ludwigsburg während der Wintermonate keinen Eintritt verlangt.

Viele Bürger wären dort gern spazieren gegangen oder hätten wie sonst auch den Weg von der Innenstadt in Richtung Klinikum abgekürzt. Auch das war in den vergangenen Monaten nicht möglich. Das Bund-Länder-Treffen weckt nun aber die berechtigte Hoffnung, dass das Blüba in Kürze wieder öffnen kann.

Auch in den Ludwigsburger Museen übt man sich derzeit noch in Zurückhaltung. „Das Ludwigsburg Museum wird am Montag definitiv noch nicht öffnen“, sagt eine Sprecherin der Stadt. Die Verwaltung will zunächst auf die Coronaverordnung des Landes warten. Nächste Woche wisse man dann genauer Bescheid.

Öffnungskonzept für das ganze Land

Bei den Staatlichen Schlössern und Gärten, die für das Ludwigsburger Schloss zuständig sind, ist von einer Öffnung bisher ebenfalls nicht die Rede. Zumal man an einer Lösung arbeite, die für alle Einrichtungen und Gärten im Land funktioniere. Ganz klar sei jedenfalls: „Natürlich freuen sich alle bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg sehr darauf, dass wir hoffentlich bald viele Monumente öffnen dürfen“, so der Pressesprecher Thomas Lang.

Allerdings werde dieser Schritt eine gewisse Vorbereitungszeit brauchen. „Denn die Vorgaben für eine mögliche Öffnung sind ja sehr differenziert. Vor allem aber werden die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg als Einrichtung des Landes auf die konkreten Ausführungsbestimmungen der Coronaverordnung des Landes warten müssen.“

Erst wenn all diese Fragen geklärt seien, so der Sprecher Thomas Lang weiter, werde man versuchen, „ein Maximum an Zugänglichkeit für die Gäste in unseren Monumenten umzusetzen – und das so schnell wie möglich!“

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