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Umwelt

Bosch testet in Ludwigsburg Luftmessungen in Echtzeit

Montiert an einem Verkehrsmasten: neue Messbox von Bosch. Foto: Robert Bosch GmbH)
Montiert an einem Verkehrsmasten: neue Messbox von Bosch. Foto: Robert Bosch GmbH)

Ludwigsburg. Die Qualität der Luft in den Städten ist eines der beherrschenden Umweltthemen. Ein Kritikpunkt an den bisherigen Messmethoden für die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid: Es wird im gesamten Gebiet einer Stadt meist nur an wenigen Stellen gemessen. Das liegt auch daran, dass herkömmliche Messstationen wie etwa in Ludwigsburg an der Friedrichstraße viel Platz benötigen, mit einem Aufbau fast in Containergröße. Die Bosch GmbH startet jetzt gemeinsam mit der Stadt Ludwigsburg einen Test mit neuartigen Messboxen.

Diese sind nicht nur deutlich kleiner und können in Briefkastengröße gewissermaßen an jedem Laternenmast angebracht werden. Die Messboxen sind zudem mit hochmodernen Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich den aktuellen Ist-Zustand der Luftbelastung messen und digital die Werte etwa für Feinstaub, Stickstoffdioxid oder Ozon zur Auswertung übermitteln. Eine Stadt soll damit in die Lage versetzt werden, sich von der Luftbelastung im gesamten Stadtgebiet ein breiteres und immer aktuelles Bild zu machen. Bosch will die Messboxen als neu entwickeltes Produkt heute auf seiner Bilanzpressekonferenz erstmals weltweit präsentieren. Das Unternehmen verspricht sich einen Zukunftsmarkt mit Blick auf die Digitalisierung und den Trend zu den sogenannten Smart Cities. Eine Vision für die Messboxen: Die Echtzeit-Daten geben einer Stadt zum Beispiel die die Möglichkeit, den Verkehr entsprechend der aktuellen Luftbelastung digital zu lenken.

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