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Brillen Mosqua in Ludwigsburg sorgt seit 75 Jahren für den Durchblick

In der Myliusstraße herrscht Bewegung. Läden kommen. Läden gehen. Aber ein Geschäft ist hier so verwurzelt wie eine uralte Eiche: Seit 75 Jahren gibt es Brillen Mosqua in dem Haus mit der Nummer 14.

Markus Stammberger vor dem Geschäft in der Myliusstraße. Fotos: Wolschendorf
Markus Stammberger vor dem Geschäft in der Myliusstraße. Fotos: Wolschendorf
Modisch: Sonnenbrillen.
Modisch: Sonnenbrillen.
Kompetent: die Beratung.
Kompetent: die Beratung.

Ludwigsburg. Optiker gibt es in Ludwigsburg wie Sand am Meer, so hat man den Eindruck. „Dabei liegt das Verhältnis Bewohnerzahl zu Optiker-Geschäften im Bundesdurchschnitt“, sagt Markus Stammberger. 2003 hat er das Fachgeschäft für Augenoptik gekauft und führt es seither mit viel Herzblut, Fachwissen und Engagement für die gute Sache.

Ältestes Optik-Unternehmen der Stadt

Es war vor 75 Jahren, zwei Jahre nach Kriegsende, als der Optiker Kurt Mosqua sein Geschäft für qualitativ hochwertige Augenoptik eröffnete. Heute ist es das älteste Optik-Unternehmen der Stadt. Vier Jahrzehnte führte Mosqua sein Geschäft, bis er sich zur Ruhe setzte und die Firma an einen Optiker aus Backnang verkaufte, der die Myliusstraße als Filiale betrieb.

In Hessen hatte unterdessen Markus Stammberger seine Ausbildung zum Optiker gemacht und wollte sich selbstständig machen. Er kaufte die Filiale in der Myliusstraße und führt es seither wieder als Hauptgeschäft. „Für mich stand immer fest: Wenn, dann mache ich eins, und das richtig. Ich sehe mich nicht als Filialist.“

Maßschuh in Brillenform

Seinen Kunden verspricht Markus Stammberger einen „Maßschuh in Brillenform“. Mit einem sogenannten DNEyescanner könne er biometrische Sehdaten erheben und so das für den jeweiligen Kunden perfekte Glas machen lassen. „Mehr geht nicht!“

Geschliffen werden die Brillengläser übrigens beim Hersteller. „Ich möchte, dass sich mein Team voll und ganz auf die Beratung und die Messungen konzentrieren kann.“ Individuelle Beratung, sie steht bei Brillen Mosqua ganz oben. „Was hilft es, wenn ich eine Brille habe, mit der ich aber nicht perfekt sehen kann?“ Zum Sortiment zählen überdies Kontaktlinsen und Sonnenbrillen.

Manche Kunden kommen schon seit Jahrzehnten

Sieben Mitarbeiter zählt das Team, darunter auch Stammbergers Frau Sandra. „Ich habe meine Frau mit dem Geschäft mitgekauft“, sagt er lachend. Denn Sandra Stammberger war schon Mitarbeiterin beim Vorbesitzer. Seit acht Jahren sind die beiden verheiratet und Eltern einer Tochter. Das Familiäre zeichne das Unternehmen aus, sagt der Chef. Hier kenne man seine Kundschaft teils schon seit Jahrzehnten. Erst kürzlich ist Brillen Mosqua ausgezeichnet worden als einer der Top-100-Optiker Deutschlands.

Erst vor wenigen Tagen hat Markus Stammberger sein Geschäft nach einem Umbau wieder eröffnet. „Wir haben Wert darauf gelegt, dass wir nachhaltig und umweltschonend mit den Materialien umgehen.“ Teils konnte vorhandenes Material verwendet werden, Neues stammt in erster Linie aus regionaler Produktion. So handhabt es Brillen Mosqua auch mit seinen Brillen. „Wir versuchen, die Lieferwege kurz zu halten“, so Stammberger. Die Büffelhornbrillen zum Beispiel kommen aus der Eifel.

Ehrenamtliches Engagement

Engagement über das Optik-Fachgeschäft ist Markus Stammberger wichtig. „Ich empfinde Dankbarkeit, dass es uns gut geht. Mir macht es Spaß, etwas zurückzugeben.“ Gemeinsam mit seiner Frau hat er die Schirmherrschaft für den Ludwigsburger Verein Aufwind übernommen, der sich um Familien mit Frühgeborenen kümmert. Und in Kooperation mit der Stadt Bietigheim-Bissingen sammelt er abgelegte Brillen, die dann nach Afrika und Ungarn gespendet werden. „Ich habe mir eine Freiheit erarbeitet, die ich ungern auf der Couch verbringe.“

Weitere Berichte zu Geschäften aus der Ludwigsburger Innenstadt lesen Sie auf unserer Themenseite „Shoppen und Ausgehen“.

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