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Die schönsten Biergärten Ludwigsburgs
Brückenhaus: Unter schattigen Bäumen am Neckar die Seele baumen lassen

Unter rauschenden Bäumen mit Blick auf den Neckar: Im Brückenhaus-Biergarten kann man sich abseits der Stadt verlieren. Foto: Andreas Becker
Unter rauschenden Bäumen mit Blick auf den Neckar: Im Brückenhaus-Biergarten kann man sich abseits der Stadt verlieren. Foto: Andreas Becker
Auch Burger sind im Angebot – Inhaber Aristofanis Chatzidis steht oft und gerne in der Küche. Foto: Andreas Becker
Auch Burger sind im Angebot – Inhaber Aristofanis Chatzidis steht oft und gerne in der Küche. Foto: Andreas Becker
Das Brückenhaus ist 241 Jahre alt und wurde gebaut, nachdem die neue Neckarbrücke aus Stein errichtet war. Foto: Andreas Becker.
Das Brückenhaus ist 241 Jahre alt und wurde gebaut, nachdem die neue Neckarbrücke aus Stein errichtet war. Foto: Andreas Becker.
In den Ecken finden sich lauter kleine Details. Foto: Andreas Becker
In den Ecken finden sich lauter kleine Details. Foto: Andreas Becker
Mehrere Terrassen sorgen für entspanntes Sitzen ohne Drängelei. Foto: Andreas Becker
Mehrere Terrassen sorgen für entspanntes Sitzen ohne Drängelei. Foto: Andreas Becker
Der Swimmingpool im Personalbereich im Hintergrund ist ein buntes Planschbecken. Foto: Andreas Becker
Der Swimmingpool im Personalbereich im Hintergrund ist ein buntes Planschbecken. Foto: Andreas Becker
Blick von Osten: Die Auswahl unter 100 Plätzen ist groß. Foto: Andreas Becker
Blick von Osten: Die Auswahl unter 100 Plätzen ist groß. Foto: Andreas Becker
Die über 240 Jahre alte Geschichte des Brückenhauses ist eng mit der Neckarbrücke verbunden. Heute ist das Bauwerk nur eine der Aussichten, die der Kult-Biergarten bietet. Unter rauschenden Blättern kann man es sich hier mit einem kühlen Bier und lecker Essen gut gehen lassen.

Ludwigsburg. Einst war die Neckarbrücke bei Neckarweihingen das Tor zur Welt und manches Mal – die Geschichte wiederholt sich –ging wegen der vielen Pferdefuhrwerke gar nichts mehr. Das Brückenhaus aber, einst Anlaufstelle für Zöllner oder Militär, vor der Tür mit Badehäuschen ausgestattet, ist bis heute das geblieben, wofür es 1781 gebaut worden war. Eine gastliche Wirtschaft. „Hierhin kommen Menschen, die hier ihre Freizeit und eine schöne Zeit verbringen wollen“, sagt Aristofanis Chatzidis.

Seit zehn Jahren führt er das Brückenhaus, das in den 1970ern bis 1990ern vor allem die Jugend anzog. Kult auch damals, alles ein bisschen abgeratzt und – ganz wichtig – weit weg von den scharfen Augen der Innenstadt. Den Charakter des Abgeschiedenseins hat sich das Brückenhaus erhalten, im positiven Sinne. Das Haus jedoch wurde generalsaniert und unter dem Vorgänger Chatzidis‘ hergerichtet, der Garten mit Blumen und Mosaikmäuerchen gestaltet, die nicht von ungefähr an Antoni Gaudí erinnern. „Hier hat sich viel entwickelt.“

„Unsere Karte ist klein, aber fein“

„Heute haben wir eine bunte Mischung hier, quer durch den Generationengarten.“ Aristofanis Chatzidis ist eigentlich Sozialpädagoge und Erzieher, doch jetzt, sagt er, hat er seine Berufung gefunden. Über ihm rauschen die Blätter der vielen alten Bäume, hinter ihm gleiten ein paar Kanus über den gleißenden Neckar. Das Brückenhaus lebt. „Ich glaube, dass sich Qualität und Charakter durchsetzen.“ Die Karte spiegelt das wider. Ob Burger Du Pont, Schnitzel, Falafel-Salat, Flammkuchen oder Souvlaki: „Unsere Karte ist klein, aber fein.“ Gekocht wird mit frischen Zutaten und regionalen Produkten, das Schwäbisch-Hällische Landschwein kommt von einer Hohenecker Metzgerei, sogar Ketchup und Mayonnaise sind selbstgemacht. Viel Veganes ist dabei. Und alles gibt es auch in kleinen Portionen.

Eine Reise um die Welt mit dem sonntäglichen Frühstücksbüffet

Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Kochen eine der Leidenschaften ist von Aristofanis Chatzidis, der seinem Koch gerne mal zur Seite steht und von sich sagt „Ich bin mehr Schwabe denn Grieche.“ Johanna Engel ist für die Service-Organisation zuständig, in Voll- und Teilzeit sind es 20 Leute. Auch im Brückenhaus werden Teile der 100 Plätze draußen nicht bespielt (innen sind es ebenfalls 100), Personalmangel. Deswegen ist gerade Montag Ruhetag, deswegen ist erst ab 17 Uhr geöffnet. Außer sonntags: Da gibt es von 10 bis 14 Uhr ein Frühstücksbüffet mit Kaffee satt. Reservieren tut not. „Das ist eine Reise um die Welt“, sagt Aristofanis Chatzidis.

Biertische sind nicht seins, „hier sitzt man nicht eng an eng“, sagt er. Er schaut auf den Neckar, der träge dahinfließt: „Es ist eine schöne Atmosphäre hier.“

In der Reihe schon erschienen:

Badgarten: Was hier unter Kastanien am besten schmeckt

Das Uferstüble: Biergarten mit Kultfaktor am Neckar

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