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Parken

Das Parken im Osten hat sich absolut bewährt

Testphase in der Ludwigsburger Straße in Freiberg erfolgreich abgeschlossen – Parkverbot auf der westlichen Seite soll bestehen bleiben

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Die Ludwigsburger Straße in Freiberg. Über ein Jahr dauerte die Testphase, während der nur noch bergab geparkt werden durfte. Nach dem Wunsch der Stadt soll dieser Zustand beibehalten werden. Foto: Oliver Bürkle

Ludwigsburg. Rund 11 000 Fahrzeuge sind täglich auf der Ludwigsburger Straße in Freiberg unterwegs – darunter zahlreiche Lkw. Lange Zeit erzürnten sich die Anwohner im Abschnitt zwischen Menzelstraße und Bahnhofstraße darüber, dass die Fahrzeuge bergauf Richtung Ludwigsburg aufgrund parkender Autos immer wieder anhalten und anfahren mussten. Die Folge waren Lärm und Gestank. Bergab Richtung Neckar war das Parken dagegen verboten. Warum also nicht das Parken auf der einen Seite (bergauf) verbieten und auf der anderen Seite (bergab) erlauben? Das dachten sich einige Bürger aber auch die Mitglieder des Arbeitskreises Beihingen innerhalb einer Planungsgruppe zur Lärmminderung in der Stadt.

„Anfangs hatten wir den Vorschlag aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt“, erinnert sich Peter Müller, Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung bei der Stadt Freiberg. Denn: Auf Höhe der Rilkestraße befindet sich eine Kontaktschleife für die Ampel an der Flattichstraße. Fahren Lkw über die Schleife, haben sie an der Ampel automatisch Grün, falls sie auf der abschüssigen Straße nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Doch mittlerweile herrscht dort ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern, was die Kontaktschleife überflüssig macht, wie Peter Müller sagt.

Anfangs halbjährige Testphase

Damit stand auch dem Vorschlag nichts mehr im Weg, das Parkverbot von der östlichen auf die westliche Seite der Ludwigsburger Straße zu verlagern. Da der Technische Ausschuss des Gemeinderats von der Wirksamkeit des Vorhabens nicht restlos überzeugt war, beschloss er eine halbjährige Testphase. Diese dauerte von Anfang März 2016 bis Oktober 2016. Da die Freiberger Stadtverwaltung allerdings noch in Erfahrung bringen wollte, wie sich der Wechsel in der Winterzeit verhält, wurde die Testphase bis Mai dieses Jahres verlängert.

Und wie lautet das Fazit? „Es hat sich absolut bewährt“, sagt Peter Müller. Bei ihm seien keine Beschwerden angekommen, teilweise habe es Lob gegeben. „Meiner Meinung nach gibt es nichts, das aus Sicherheitsgründen gegen die Beibehaltung dieser Parklösung sprechen würde“, so Müller. Er werde sich deshalb mit dem Landratsamt Ludwigsburg als zuständige Behörde in Verbindung setzen und vorschlagen, die Testphase offiziell zu beenden und das Parkverbot in der Ludwigsburger Straße bergauf endgültig verkehrsrechtlich anzuordnen.