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Blühendes Barock

Das sagen die Besucher zu den Leuchtenden Traumpfaden

Kleine Geister, Vampire und Hexen bevölkerten am Sonntagabend die Szenerie bei den leuchtenden Traumpfaden im Blühenden Barock. Rund 3000 Besucher, darunter viele Familien machten sich in der Dunkelheit auf den Weg, um die Szenerie zu erleben. Es war der krönende Abschluss eines sonnig-warmen Herbsttages.

Beliebtes Fotomotiv bei den Besuchern: Die Nordfassade des Schlosses mit Nebelschwaden. Fotos: Holm Wolschendorf
Beliebtes Fotomotiv bei den Besuchern: Die Nordfassade des Schlosses mit Nebelschwaden. Fotos: Holm Wolschendorf

Der Strom der Menschen, die sich in der Dunkelheit auf Entdeckungsreise machten, stoppte an der Nordseite des Schlosses, wo unzählige Smartphones gezückt wurden, um den dortigen Springbrunnen im furiosen Farbenspiel samt hochkriechendem Nebel zu erleben. Vor allem die glutrote Inszenierung passte zur Halloween-Nacht, die die Kinder in ihren Bann zog. Während sich die Hexe fürs Familienfoto an der leuchtenden Kürbisfigur ablichten ließ, stillten kleine Wölfe ihren Hunger. Auf die Pommes mit Ketchup mussten die Kinder mit den eindrucksvollen Gesichtsbemalungen angesichts des Andrangs am Bewirtungsstand zwar etwas länger warten, doch dann war alles gut. Ein erlebnisreicher Abend fand seine Fortsetzung. „Ein herrliches Angebot“ meinten die Eltern.

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Eindrücke von den Leuchtenden Traumpfaden im Ludwigsburger Blüba

Ein Paar hatte es sich mit Glühwein auf Liegestühlen bequem gemacht und beobachtete die stimmungsvolle Szenerie. „Sehr gelungen und ein echtes Highlight“, meinten die beiden. Weiter ging es auf das Areal der Kürbisausstellung, wo der dortige See in blauen Nebel gehüllt war und eine Glitzerkugel samt Klangkreationen für Effekte sorgte. Unzählige Leuchtpunkte setzten die Emichsburg in Szene und dort, am Lichtwasserfall, posierten junge Leute für das perfekte Foto in den sozialen Netzwerken.

Vorbei an künstlerischen Installationen ging es weiter durch einen Tunnel, der das Mauerwerk dank behutsam eingesetzter Lichttechnik zum Mysterium machte. „Ist das gruselig“, meinte ein Junge, während eine andere Familie recht entspannt wirkte. Kein Wunder, die Dauerkarteninhaber hatten den Probelauf der letztjährigen Traumpfade schon erlebt und wussten ungefähr, was sie erwartet. Wegen der Pandemie mussten die Traumpfade damals jedoch am Tag der Eröffnung geschlossen werden.

In der Voliere angekommen leuchteten Himmelsobjekte, und oben am Schüsselessee waberte wieder Nebel, bevor der etwa 1,5 Kilometer lange Rundgang mit dem Gang durch die von Laserlicht erhellte Platanenallee beim Schloss endete. Es lohnte sich, mal stehenbleiben und die Vielfalt der Lichtkreationen zu beobachten. Aus geraden Linien wurden runde Kreise oder schraffierte Flächen.

Halloween, Kürbisse und auch noch Laserlichter in der Nacht: Wie Blüba-Chef Volker Kugel im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte, erlebte das Blühende Barock am Sonntag nochmals einen wahren Publikumsansturm. Rund 7000 Menschen steuerten tagsüber Kürbisausstellung und Märchengarten an, bevor dann mit Einbruch der Dunkelheit Schichtwechsel angesagt war und die Traumpfade-Fans kamen. „Die Resonanz war einfach sensationell“, berichtete Kugel. Ein rekordverdächtiger Tag, der sich so wohl nicht wiederholen wird. Denn es wird kühler und auch regnerischer. Da müsse man sich eben jetzt warm anziehen, ein Besuch lohne sich immer, so Kugel.

Info: Die Leuchtenden Traumpfade können noch bis zum 5. Dezember ab Einbruch der Dunkelheit bis 21.30 Uhr erlebt werden.

Noch mehr Fotos von den Leuchtenden Traumpfaden gibt es in unserer Bildergalerie.

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