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Benefiz

Digitale „Music4Help“-Gala hat bereits 60000 Euro für Künstler eingespielt

Die „Music4Help“-Gala von Scala und Partnern hat bereits 60000 Euro für Künstler eingespielt

Teil des erfolgreichen Projekts: Der Kabarettist Christoph Sonntag.Foto: Ronny Zimmermann/p
Teil des erfolgreichen Projekts: Der Kabarettist Christoph Sonntag. Foto: Ronny Zimmermann/p

Ludwigsburg. Während die Aktion noch in voller Fahrt ist, zeigen sich die Veranstalter von „Music4Help“ bereits begeistert: Über 60000 Euro für die Kulturszene hat die Benefizveranstaltung, die am 19. März ihre Premiere feierte und wenige Tage später als Stream bereitgestellt wurde, bereits eingespielt – und damit deutlich mehr, als man überhaupt erwartet hatte. „Ein bombastisches Event, das alles getoppt hat“, freut sich Udo Strehl, Aufsichtsratsvorsitzender der Möglinger Software-Firma USU, der den Stein im Herbst ins Rollen brachte und auch die Produktion finanzierte. „Ich bin beeindruckt – auch dass viele so prominente Künstler sofort mitgemacht haben.“ Trotz fehlenden Publikums seien alle mit einer großen Ernsthaftigkeit an das Projekt gegangen und hätten alles gegeben.

Insgesamt sind in dem knapp vierstündigen Programm, welches das Scala über viele Wochen mit der Agentur Müller Live-Kommunikation und weiteren Partnern realisiert hat, knapp 20 Künstler und Gruppen involviert: Kanda, Antiheld, Füenf, Christoph Sonntag, Die Orsons, Emilio Corleone, The Beat Union, Graceland, Matteo & die Bringer, MC Bruddal, Sugar Blues, Die Grüne Welle, Risk, das Ludwigsburger Blechbläser Quintett, Anna Jente, Poems On The Rocks und das Koschitzki-Pereira-Duo. Die Brenz Band und Vocal Affair wollten auch mitwirken, was jedoch aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht möglich war.

18000 Zuschauer haben am Premierenabend eingeschaltet, viele davon über einen längeren Zeitraum. „Mit einer einzelnen Sendung so viele Zuschauer zu erreichen, das ist ein Wort“, sagt Scala-Geschäftsführer Frank Eckstein, der selbst schon viel im Bereich Fernsehen gearbeitet hat. Offenbar habe man es geschafft, die Netzwerke zu nutzen und die Menschen über die richtigen Kanäle anzusprechen. Auch Scala-Gesellschafter und Beat-Urgestein Rolf Iseler ist begeistert vom Erfolg: „Die Ludwigsburger waren voll mit dabei – es hat einfach Spaß gemacht.“ Die Zugriffsdaten zeigen allerdings, dass gefühlt die ganze Welt eingeschaltet hat, um den Künstlern auf der Bühne im Scala und an anderen Orten in und um Ludwigsburg zuzuschauen: Ob USA, China, Australien, Finnland, Türkei oder Mexiko – die Liste ist ziemlich lang.

Mit dem Erlös sollen in den kommenden Monaten voraussichtlich sechs bis sieben Veranstaltungen im Scala, der Hohenecker Fetzerei, dem Jazzclub sowie als Open-Air auf dem Lemberg finanziert werden. Neuerdings geplant ist auch ein Konzert mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen, die bereits an der Aufzeichnung der Gala beteiligt waren. Mithilfe der Spenden sollen den derzeit wegen der Coronapandemie darbenden Künstler wieder volle Gagen bezahlt werden können – notfalls eben auch trotz geringerer Besucherzahl. Daneben ist die Idee entstanden, nach dem Vorbild der Stuttgarter Künstlersoforthilfe einen kleinen Fonds einzurichten, mit dem Kunstschaffenden in akuten Notsituationen unter die Arme gegriffen werden könnte. Je mehr zusammenkommt, desto besser. Für das „Music4Help“-Team steht daher jetzt erstmal im Vordergrund, einen veritablen Schlussspurt hinzulegen und noch ein paar Spenden-Euros einzuwerben. Die Aussichten sind gut.

Info: Bis Samstag, 24. April, steht der Stream noch online unter w www.music4help.de. Es kann weiterhin gespendet werden.

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