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Blutige Weinprobe

Eifersucht, Cuvées und tänzelnder Sekt

Es ist nicht nur der Rebensaft, es sind auch die kriminellen Geschichten, die diese Weinprobe ausmachen und für einen launigen Abend sorgen. Die im LKZ-Verlagsgebäude aufgezeichnete Veranstaltung ist noch bis Jahresende als Video abrufbar.

Sommelière Sophia Schäfer und Autor Dieter Schedy während der LKZ-Veranstaltung.Foto: Holm Wolschendorf
Sommelière Sophia Schäfer und Autor Dieter Schedy während der LKZ-Veranstaltung. Foto: Holm Wolschendorf

Die Mischung macht es bei dieser virtuellen Weinprobe aus: Zur in Hessigheim aufgewachsenen Sommelière Sophia Schäfer, die edle Tropfen der Felsengartenkellerei Besigheim präsentiert, gesellt sich der pensionierte Schulleiter, Autor sowie Wein-, Stadt- und Wanderführer Dieter Schedy, der das Geschehen auflockert. Er liest aus seinem neuesten Buch „Blut im Fasskeller“. Dabei reißt er die frei erfundenen, aber durchaus authentischen kriminellen Geschichten aus Besigheim und Umgebung an, ohne sie zu Ende zu erzählen. Die Spannung bleibt somit erhalten und es darf gerätselt werden.

Etwa über den Eifersuchtseklat um die neue Weinprinzessin und um einen toten Musiker der Stadtkapelle. Eine wichtige Rolle spielt außerdem ein Bulldog, wie die Schwaben den Traktor nennen. Und schließlich die Geschichte von der Eisweinlese, wo es ebenfalls um tödliche Rivalität geht. Oder das Geschehnis um den aus dem Innern des Fasses herausgekratzten Weinstein, der seit jeher als Arzneimittel gilt, den Winzer Hammerstein aber das Leben kostet. Und dann sind da noch die wilden Orchideen und der Tote, der unterhalb des Steilhangs an der Trockenwiese gefunden wird.

Seine Geschichten liest Schedy immer mit einem Augenzwinkern, und er beweist, dass er sich in Sachen Weinbau auskennt. Wer wissen will, wie die kriminellen Begebenheiten ausgehen, kann das Eventpaket für die Blutige Weinprobe erwerben. Darin enthalten ist nämlich neben den sechs präsentierten Weinen auch das von Dieter Schedy handsignierte Buch „Blut im Fasskeller“.

Die Sommelière Sophia Schäfer erläutert nicht nur, dass ein guter Sekt auf der Zunge tänzeln muss, sondern auch, warum das „49 Grad Cuvée brut“ etwas Besonderes ist. Schließlich liegen die verschwisterten Kommunen Besigheim und Ay am 49. Breitengrad und der beste Champagner kommt aus Ay. Beim Terra S Blanc de Noir rät Sophia Schäfer, das zarte Aroma der hell gekelterten roten Traube lange im Gaumen wirken zu lassen. Es darf also geschlotzt werden. Das gilt auch für den Terra S Grauburgunder trocken, der Lieblingswein der Fachfrau und für sie das Ass im Ärmel für viele Gelegenheiten. „Er hat eine frische, knackige Säure“, schwärmt sie. Was die Raffinesse bringt: Ein Teil der Charge wird im Barrique-Fass gereift.

Mit dem Riesling Kastellan Kabinett lieblich stellt sie einen sehr leichten Weißwein von hoher Qualität aus Premiumlagen vor. Beim Fels Trollinger trocken lobt die Kennerin das leichte Frucht- und Beerenaroma sowie die schöne Tiefe und den kräftigen Charakter des im Holzfass ausgebauten Weines. Schwäbisch solide eben und doch edel. Höhepunkt schließlich der Rotwein „Composition XL“ aus dem Barrique-Fass. „Der bleibt lange im Gaumen und hat eine samtige Tannin-Struktur“, charakterisiert Sophia Schäfer das Cuvée aus den Rebsorten Lemberger, Cabernet Cubin und Cabernet Dorsa. Was passiert eigentlich, wenn der Wein im Holzfass reift? „Das Fass atmet, es findet ein ständiger Sauerstoffaustausch statt“, macht sie deutlich. Was außerdem für ein besonderes Aroma sorgt: das Toasting, also das Anrösten der Holzfässer. Ein Toast auf die besondere Qualität!

Info: Das Video der Weinprobe kann noch bis zum 31. Dezember im Internet unter www.veranstaltungen.lkz.de/veranstaltung/blutige-weinprobe/ abgerufen werden. Das Eventpaket dazu gibt es im LKZ-Kundencenter in der Körnerstraße in Ludwigsburg sowie im Onlineshop und bei der Hessigheimer Verkaufsstelle der Felsengartenkellerei Besigheim, Am Felsengarten 1.

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