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Ein Stück Frankreich zum Genießen mitten in Ludwigsburg

Darfs‘ ein Gläschen Champagner sein? Maika Heinrich kredenzt an ihrem Stand Wein, Cidre und Champagner. Foto: Holm Wolschendorf
Darfs‘ ein Gläschen Champagner sein? Maika Heinrich kredenzt an ihrem Stand Wein, Cidre und Champagner. Foto: Holm Wolschendorf
Der Französische Markt ist wieder da. Nach der stürmischen Premiere vor zwei Wochen gibt es jetzt eine Neuauflage. Bis Samstag dürfen die Besucher auf dem Rathausplatz in ein Markttreiben wie in Frankreich eintauchen. Das Event soll künftig regelmäßig zweimal im Jahr stattfinden.

Ludwigsburg. „So gefällt mir der Markt“, sagt Horst Brauner, Organisator des Marché Francais, und lässt seinen Blick schweifen. An acht Ständen bieten Markthändler aus Frankreich seit Donnerstag (3. März 2022) vor allem kulinarische Köstlichkeiten aus ihrem Heimatland an. Jetzt spielt endlich auch das Wetter mit. Vor zwei Wochen hatte ein Sturmtief den Händlern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bei Sonnenschein macht der Bummel über diesen kleinen, aber feinen Markt gleich viel mehr Spaß. Die Lockerungen der Coronaregeln lassen es sogar zu, an einem der aufgebauten Bistrotische Platz zu nehmen, sich Flammkuchen schmecken zu lassen und ein Glas Champagner, Cidre oder Wein zu genießen. Das findet unter Einhaltung der 3G-Regeln statt. Und so genossen gestern zur Mittagszeit schon einige Marktbesucher französisches Flair und die wärmende Frühlingssonne.

Es duftet nach Lavendel

„Die Franzosen nehmen sich für ein gutes Essen mehr Zeit und genießen es“, so Horst Brauner, Organisator des Marché Francais. Und sie seien bereit, dafür mehr Geld auszugeben als die Deutschen. Qualität hat eben ihren Preis. Das gilt auch für die Produkte, die die Marktbeschicker bis Samstag anbieten. Wie in der Provence fühlen sich die Besucher, die aus Richtung Rathaus den Platz betreten. Es duftet verführerisch nach Lavendel. Auf einem Tisch stapeln sich unzählige Stoffsäckchen, die mit den duftenden Blüten gefüllt sind. So einfach war es noch nie, ein Stück Frankreich mit nach Hause zu nehmen.

Gleich nebenan gibt es ein Angebot, das sich gewaschen hat. Bei der großen Auswahl an verschiedenen Seifen fällt die Auswahl schwer. Das Spektrum reicht von frischen Zitrus- bis zu herben Kräuterdüften.

Baguette und Quiche Lorraine

Die Liebe zu Frankreich geht nicht nur durch die Nase, sondern bekanntlich vor allem durch den Magen. Gleich in großen Blöcken wird an einem Stand Schokolade angeboten - ob hell oder dunkel, mit Mandeln oder Nüssen. Weißer Nougat oder bunte Macarons? Croissants mit Rumgeschmack oder lieber mit Schokoladenfüllung? Es gibt viel zu endecken und zu probieren auf dem Wochenmarkt á la francais. Wer an französisches Brot denkt, dem fällt sofort das Baguette ein. Natürlich wird viel mehr als nur dieses Stangenbrot angeboten. Landbrot und Backwaren aus dem Elsass gehören unbedingt dazu. Auch die Quiche Lorraine, ein Klassiker der französischen Küche, darf nicht fehlen.

An dem roten Verkaufswagen, in dem vor zwei Wochen noch Crêpes gebacken wurden, werden nun Wein, Champagner und Cidre ausgeschenkt. Wo der Flammkuchen frisch gebacken wird, riecht es nicht nur verführerisch. Dort bildet sich zur Mittagszeit eine lange Schlange von Menschen, die geduldig auf ihr französisches Geschmackserlebnis warten.

Markt findet künftig zweimal im Jahr

Auf einem Markt mit Spezialitäten aus dem Nachbarland Frankreich darf Käse natürlich nicht fehlen. Ob Brie, Comte oder Roquefort – auch hier bleiben keine Wünsche offen. Nebenan werden eine große Auswahl an Oliven, Schinken und getrocknete Würste angeboten. Sogar Eselsalami gehört dazu. Für ein Einkaufserlebnis wie im Nachbarland Frankreich sorgen auch Pasteten und Terrinen.

Der große Zuspruch beweist, dass viele Menschen aus Ludwigsburg und Umgebung über eine frankophile Ader und eine große Nähe zur französischen Lebensart verfügen. Sie haben Grund zur Freude, denn der französische Wochenmarkt soll künftig regelmäßig zwei Mal im Jahr stattfinden.

Info: Le Marché Francais, Rathausplatz in Ludwigsburg, Freitag, 4. März, und Samstag, 5. März, jeweils von 10 bis 19 Uhr.