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Einzelhandel will Markt aufwerten

Programm mit Bewirtung und Musik gleich an acht Samstagen im Sommer – Konkurrenz in Ludwigsburg und Heilbronn

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Auf dem Bietigheimer Markt gibt es nicht nur Blumen und Gemüse.Archivfoto: Alfred Drossel

Ludwigsburg. Ein Markt mit einem guten Angebot gehört zur Lebensqualität einer Stadt. Die Menschen in Bietigheim-Bissingen sind eigentlich zufrieden mit ihrem Wochenmarkt am Samstag vor dem Rathaus. Doch nichts ist gut genug, als dass es nicht noch besser gemacht werden könnte. Das dachten sich auch die Einzelhändler in der Altstadt und wurden vor zwei Jahren aktiv. „An einem Samstag kommen sehr viele Kunden in die Altstadt, das hat großes Potenzial, wir wollten das nutzen und ihnen dazu einen besonders Programm bieten“, sagt Alexander Scheidweiler von der Werbegemeinschaft Innenstadt.

Die Idee: Es gibt regionale Speisen, Feinkost, Wein und dazu Musik. Die Kunden sollen sich wohlfühlen und natürlich auch ein wenig in Kauflaune gehalten werden. Zuerst wurden die besonderen Markttage nur dreimal über den Sommer angeboten. In diesem Jahr sind es immerhin schon acht Tage – jeweils am ersten Samstag des Monats, von März bis Oktober. Start ist am Samstag.

Wie gewohnt schließen sich die Stände mit den zusätzlichen Markttags-Angeboten wie Kräutern, Feinkost, regionale Speisen, Trockenfrüchte, Honig, ungarische Spezialitäten, Kerzen sowie Bewirtung von den Marktplatz Arkaden aufwärts an den bestehenden Wochenmarkt an. Die Markttage dauern jeweils bis 14 Uhr. Auch der Rathaushof wird einbezogen, dort gibt es Wein, Sekt und Gitarrenklänge.

Doch aller Anfang war schwer. Nicht von Beginn an stand ein umfassendes Angebot. „Wir sind mit den Marktbeschickern gewachsen. Wir mussten lernen, was bei den Gästen ankommt. Doch inzwischen haben wir eine gute und abwechslungsreiche Mischung“, so Alexander Scheidweiler von der Bietigheimer Bücherstube im unteren Bereich der Fußgängerzone. Aber nicht nur die Markttage werden von den Einzelhändlern geboten.

Hinzu kommen noch das Osterbrunnenfest, die Herzensmaile, das Apfelfest oder die Aktionen zum Advent. Das alles müssen die Einzelhändler nebenher und ehrenamtlich stemmen. Scheidweiler: „Das ist manchmal schon eine Belastung und wir kommen an unsere Grenzen, doch das Engagement kommt allen zugute.“ Die Leistung der Einzelhändler wird von der Stadt honoriert. Im vergangenen Jahr wurde die Förderung von 50 000 Euro auf 75 000 Euro aufgestockt. Das Geld soll allerdings weniger für Aktionen in der Bietigheimer Altstadt verwendet werden. Vor allem im Ortsteil Buch und in Bissingen sind neue Aktivitäten geplant, diese befinden sich allerdings noch in der Planung.

Denn der Einzelhandel in Bietigheim-Bissingen befindet sich in einer besonderen Situation. Er ist in direkter Konkurrenz zum Breuningerland im Tammer Feld und zu den Geschäften in Ludwigsburg. Zudem sind viele Kunden schon in Richtung Heilbronn orientiert. Daher wird in allen Zentren der Stadt kräftig die Werbetrommel gerührt – ab Samstag auch wieder auf dem Bietigheimer Marktplatz.