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Sicherheit

Eltern sorgen sich um guten Schulweg zur Fuchshofschule in Ludwigsburg

Die Fuchshofschule wird wohl die größte Grundschule in Ludwigsburg. Noch ist sie im Bau, doch wie die Schüler ab Herbst über die Straßen und zur Schule gelangen, ist noch unklar.

Die Oststraße ist eine Trennlinie, die viele Schüler aus dem nahen Wohngebiet überwinden müssen. Eltern hätten gerne hier in Richtung Berliner Platz eine Fußgängerampel. Foto: Holm Wolschendorf
Die Oststraße ist eine Trennlinie, die viele Schüler aus dem nahen Wohngebiet überwinden müssen. Eltern hätten gerne hier in Richtung Berliner Platz eine Fußgängerampel. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. So teuer die Grundschule ist und so schick und nachhaltig sie geplant ist – sie ist eine „Schule ohne Weg“, wie die Eltern es in einem Rundschreiben formulieren. Im Herbst sollen die Schüler in dieser zum Schulalltag antreten, wie sie dorthin über Straßen und Ampeln kommen, ist ihnen jedoch ein Rätsel. Auf Anfragen hat die Stadt zunächst nicht reagiert, auch wurde darauf hingewiesen, dass es wegen des neuen Baugebiets keine endgültige Umgestaltung der Straße geben wird. Es wurde von einer Übergangszeit gesprochen, so die besorgten Eltern.

Auch dazu erwarten sie entsprechende Vorschläge, zumal es sich um Grundschüler handelt, die sicher zur Schule kommen müssen. Stefan Ott, der das Anliegen der Elternvertreter erklärt, hofft auf gute Lösungen, zumal es in den nächsten Jahren wegen Baufahrzeugen nicht einfacher werde. Bekanntlich soll im Umfeld ein großes Parkhaus gebaut werden, neben der Schule entstehen Wohnungen, insgesamt sind rund 500 vorgesehen. Damit entstehen auf beiden Straßenseiten große Baustellen mit Gefährdungspotenzial.

Austausch mit der Schulleitung

Auf Nachfrage teilt die Stadt mit, dass es inzwischen Anfang April einen Austausch mit Schulleitung und Mitgliedern des Elternbeirats gegeben habe. „Ziel ist es, einen sicheren Schulweg für die Kinder anzubieten. Dafür sind mehrere Maßnahmen in mehreren Schritten notwendig: zum einen für die Eröffnung der Schule, zum anderen während der Bauphase des Wohngebiets und zuletzt im Zustand des Endausbaus des Baugebiets“, teilen die zuständigen Fachbereiche der Stadtverwaltung mit.

Was genau vorgesehen ist, ließ die Stadt bislang unbeantwortet. Geplant sei, „die Verkehrsarten zu trennen“, heißt es lapidar auf Nachfrage. Zu den Ampeln, die wegen ihrer kurzen Grünphasen wenig geeignet sind, Schülermassen über die Oststraße zu lotsen, heißt es, dass eine „Optimierung“ vorgesehen sei. Die Kreuzung Oststraße/Fuchshofstraße werde aber erst umgestaltet, wenn die Fuchshofstraße, die für längere Zeit zu einer Baustraße wird, umgestaltet werde. Inzwischen teilt die Stadt mit, dass nächste Woche genauer informiert werden soll.

Den Eltern ist bereits angedeutet worden, dass möglicherweise der Radweg am Stadionbad vorbei auf die Straße verlegt werden könnte. Auch soll der Wartebereich an der Ampel vergrößert werden. Ob dazu die Oststraße eine Fahrspur abgeben muss, ist offen. Die Eltern fänden einen anderen Überweg zum Berliner Platz sinnvoller (siehe Foto), auch einen Zebrastreifen vor der Schule wünschen sie sich. Der Nutzen eines Elternhalts, an dem mit dem Auto kurz gehalten werden kann, fernab auf der anderen Seite des Sportparks, wird angezweifelt.

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