Logo

Energiehelden

Erfolgreicher Abschluss, der kein Ende ist

Preisverleihung des städtischen Wettbewerbs „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ – Alle teilnehmenden Haushalte haben den ökologischen Fußabdruck verkleinert

Die Haushalte von Armin Schott (Mitte); Martin Berhalter (links) und Jan Butz haben beim Wettbewerb „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ ihren ökologischen Fußabdruck am meisten verringert. Doch echte Energiehelden sind alle Teilnehmer. Foto: Holm Wolschendorf
Die Haushalte von Armin Schott (Mitte); Martin Berhalter (links) und Jan Butz haben beim Wettbewerb „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ ihren ökologischen Fußabdruck am meisten verringert. Doch echte Energiehelden sind alle Teilnehmer. Foto: Holm Wolschendorf
350_0900_26476_Energiehelden_Keyvisual_druck23.jpg
Foto: privat

Ludwigsburg. Alle Teilnehmer waren sich am Samstag beim letzten Treffen der Energiehelden einig: Der Austausch mit anderen Haushalten war sehr hilfreich, als es darum ging, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Und: Obwohl das Treffen mit Preisverleihung der Abschluss des städtischen Wettbewerbs „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ war, ist es nicht das Ende des nachhaltigen Lebens. „Das soll auf jeden Fall langfristig wirken“, sagte Armin Schott. Er hat es mit seiner Familie auf den ersten Platz geschafft. Den zweiten Platz belegte Familie Berhalter. Den dritten Preis nahm Jan Butz für seinen Haushalt entgegen.

Ziel des Wettbewerbs war es, die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt zu stellen und den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Dazu haben die Teilnehmer in den vergangenen Monaten ihren Müll gewogen, Strom- und Wasserverbrauch notiert und versucht, ihr Konsumverhalten zu ändern. Die Werte wurden monatlich an Anna Hoeffler, der Projektleiterin aus der städtischen Stabsstelle Klima, Energie und Europa, weitergeleitet. Sie hat Tabellen geführt und am Ende den Energiehelden gekürt. Die Verbesserungen, die die Haushalte geschafft haben (siehe Kasten rechts) haben sie selbst überrascht. Sie hat aber auch festgestellt: „Die letzten Meter sind die schwersten.“ Wer schon zu Beginn sehr gut war in einer Kategorie, hatte es schwer, noch mehr rauszuholen.

Neben vielen positiven Erfahrungen haben die Energiehelden bei ihrem letzten Treffen auch diskutiert, was schwierig war. „Kürzer zu duschen“ wurde da etwa genannt. Einem anderen Haushalt fiel es schwer, auf die Tageszeitung aus Papier zu verzichten. Den Müll zu reduzieren beschrieben einige Teilnehmer als schwer. „Dafür habt ihr da aber auch am meisten erreicht“, lobte Anna Hoeffler.

Ein paar Haushalte nutzten vor allem im Winter öfter als sonst die Öffentlichen als Alternative zum Fahrrad. „Der Test mit den E-Bikes war für mich die Inititalzündung, mir eines anzuschaffen“, so Jan Butz. Drei Monate lang konnten die Energiehelden ein Pedelec leihen, zur Verfügung gestellt wurden die Elektrofahrräder vom Ludwigsburger Zedler-Institut.

Außerdem wurden bei manchen Teilnehmern tierische Lebensmittel reduziert, weniger online gekauft und mehr auf dem Markt besorgt. Ein Haushalt hat zudem auf ökologisches Katzenstreu für den Stubentiger umgestellt.

„Der Wettbewerb hat uns geholfen, über vieles nochmals nachzudenken“, resümierte Armin Schott. Besonders gut sei es gewesen, dass es nicht nur ein Wettbewerb war, sondern die Teilnehmer bei Vorträgen von Experten beraten wurden und sich gegenseitig Tipps geben konnten.

„Wenn alle Ludwigsburger so nachhaltig leben wie unsere Energiehelden, dann erreichen wir unser Ziel der Klimaneutralität viel leichter“, sagte Anna Hoeffler. Auch in zwei Jahren plant sie mit ihrem Team, wieder Energiehelden zu küren.

Autor: