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Soziale Aktionen

Essen für alle und Weihnachtslieder

Über die Weihnachtstage hat es in Ludwigsburg wieder eine ganze Reihe von sozialen Aktionen gegeben: etwa kostenloses Essen oder gemeinsames Singen. Dabei ging es vor allem darum, einsamen und kranken Menschen eine Teilhabe am Fest zu ermöglichen.

Über 200 Menschen kamen an Heiligabend in die Feuerseemensa. Dort sorgte unter anderem die Artistik-AG des Mörike-Gymnasiums für gute Stimmung (links). Bereits am vierten Advent fand das große Weihnachtsessen für alle bei der Adventgemeinde statt (re
Über 200 Menschen kamen an Heiligabend in die Feuerseemensa. Dort sorgte unter anderem die Artistik-AG des Mörike-Gymnasiums für gute Stimmung (links). Bereits am vierten Advent fand das große Weihnachtsessen für alle bei der Adventgemeinde statt (rechts). Foto: Wolschendorf, privat
Über 200 Menschen kamen an Heiligabend in die Feuerseemensa. Dort sorgte unter anderem die Artistik-AG des Mörike-Gymnasiums für gute Stimmung (links). Bereits am vierten Advent fand das große Weihnachtsessen für alle bei der Adventgemeinde statt (re
Über 200 Menschen kamen an Heiligabend in die Feuerseemensa. Dort sorgte unter anderem die Artistik-AG des Mörike-Gymnasiums für gute Stimmung (links). Bereits am vierten Advent fand das große Weihnachtsessen für alle bei der Adventgemeinde statt (rechts). Foto: Wolschendorf, privat

Ludwigsburg. Seit vielen Jahren organisiert der Kreisdiakonieverband Ludwigsburg mit Unterstützung der Wohnungslosenhilfe, den Kirchen und dem Rotary-Club Alt-Württemberg ein Weihnachtsfest für Menschen, die einsam sind, oder in finanzieller und sozialer Not leben. Auch in diesem Jahr kamen wieder über 200 Menschen in die Feuerseemensa, um den Heiligen Abend nicht alleine zu verbringen.

Schon ab 15.30 Uhr standen bereits die ersten Gäste erwartungsvoll vor der Feuerseemensa. Um 16 Uhr öffneten sich dann die Türen und es begann ein besonderer Abend mit gutem Essen, weihnachtlichen Saxofonklängen, einem Seifenblasenkünstler und einer kleinen Artistikshow von der Artistik-AG des Mörike-Gymnasiums. Im Anschluss an eine Andacht brachte das Christkind für jedes der anwesenden Kinder ein liebevoll verpacktes Geschenk. Und auch die großen Gäste wurden mit Geschenktaschen bedacht.

So ein Fest ist nur mit tatkräftiger Unterstützung vieler freiwilliger Helfer möglich. Rund 50 ehrenamtliche Mitarbeiter haben in vielfältiger Art und Weise zum Gelingen beigetragen und diesen besonderen Abend – ganz im Sinne der biblischen Botschaft – erst möglich gemacht.

Auch die Suppenküche „Nachschlag“ der Adventgemeinde zum vierten Advent war wieder ein voller Erfolg. Für die über 80 Menschen der stimmungsvollen Weihnachtsfeier wurde von den mehr als 30 ehrenamtlichen Helfern der Gemeindesaal weihnachtlich geschmückt, die Tische festlich dekoriert und am Sonntagmorgen das Menü zubereitet. Dazu gab es ein weihnachtliches Programm mit Musik und einer Andacht von Pastor Benjamin Lizinger.

„Gesellschaftliche Solidarität und Anteilnahme am Anderen ist Teil der biblischen Botschaft und wird nicht nur bei dieser besonderen Veranstaltung über alle Milieugrenzen hinweg konkret gelebt“, schreibt die Adventgemeinde. Das Adventwohlfahrtswerk organisiert die Suppenküche „Nachschlag“ mit einem großen Helferkreis von ehrenamtlichen Personen seit Juni 2017 und wird von einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Spendern unterstützt. Weitere Spender sorgten zu Weihnachten dafür, dass jeder der Gäste eine reichlich gefüllte Weihnachtsgeschenktüte mit nach Hause nehmen konnte. Besonders zu erwähnen sind die Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach, die 100 Tüten mit Plätzchen, sowie 800 Euro gespendet haben.

Vielstimmig ging es an Heiligabend im Krankenhaus zur Sache. 150 Sänger sorgten dort dafür, dem Personal und den Kranken die Botschaft von Weihnachten „Gott ist Mensch geworden“ zu bringen. Sie sangen „Fröhliche Weihnacht“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und andere Lieder. Bei jungen Eltern, die um das Leben ihres Frühchens bangen mussten, liefen nur so die Tränen aus Dankbarkeit, Freude und Schmerz. Angehörige freuten sich darüber, dass sie nicht vergessen wurden und mancher Patient sang mit und war überrascht von der Livemusik.

Es sei wichtig, diese Aktion an Heiligabend anzubieten und nicht am vierten Advent und auch nicht am 26. Dezember, so die Klinikseelsorge, denn der Heiligabend sei der Tag, an dem die Menschen die Weihnachtsbotschaft hören wollen. Seit dem Jahr 2006 organisiert die Klinikseelsorge das Weihnachtsliedersingen im Klinikum. Zu Beginn waren es etwa 30 Leute. Inzwischen ist es eine stattliche Zahl von 150 Menschen geworden, die in sieben Gruppen auf die Stationen gehen. Sie kommen aus den Kirchengemeinden und anderen Gruppen. (red)