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Grundschule in der Fuchshofstraße
Fahrradclub für Tempo 30 in der Ludwigsburger Oststraße

Die Oststraße. Archivfoto: LKZ
Die Oststraße. Archivfoto: LKZ
Der Fahrradclub ADFC fordert die Stadtverwaltung auf, die Zwischenlösung im Fuchshofareal schnell und sicher für den Radverkehr zu gestalten. Dafür sollen auch Parkplätze wegfallen.

Ludwigsburg. Die Ludwigsburger Gruppe des ADFC anerkennt, dass eine Interimslösung für den Radweg an der Fuchshofstraße notwendig ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Grundschulkinder sollen sicher in die neue Grundschule gelangen können. Bei der geplanten Umleitung durch den Alten Oßweiler Weg und die Oststraße gebe es jedoch Bedenken, was die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler angehe, die mit dem Rad zur Schule fahren.

„Wir begrüßen die Anlage von Fahrradstreifen auf der Oststraße. Mit stellenweise nur 1,50 sind sie allerdings recht schmal, werden aber mit etwa 1000 Fahrrädern pro Tag stark frequentiert sein“, wie Sprecherin Kathrin Werner erklärt. Um die Sicherheit, vor allem auch der vielen Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Innenstadtcampus zu gewährleisten, hält der ADFC daher Tempo30 auf der Oststraße für notwendig. Dies sehe der Lärmaktionsplan der Stadt für die Oststraße ohnehin vor.

Auch die Ampelschaltungen müssten so gestaltet werden, dass Radfahrer nicht lange warten müssen – statt einer Ampel zur Überquerung der Oststraße seien künftig zwischen Altem Oßweiler Weg und Friedrich-Ebert-Straße drei Ampeln zu passieren. Es sei zu befürchten, dass viele auf den Gehweg ausweichen werden, wenn es zu mehreren Wartezeiten auf dem relativ kurzen Stück Oststraße kommt.

Parkplätze entfernen

Der ADFC sieht auch Handlungsbedarf im Alten Oßweiler Weg. Er ist nur etwa 7,70 Meter breit, durch parkende Autos auf beiden Seiten bleiben nur etwa 3,30 Meter in der Mitte – das sei zu eng für einen Begegnungsverkehr von Rad und Autos. „Wir fordern, dass für die Dauer der Umleitung die Parkplätze im unteren Teil des Alten Oßweiler Weges auf einer Seite entfernt werden. Damit wäre die Breite ausreichend, dass sich die Fahrradfahrer und Autofahrende stressfrei begegnen können“, so Kathrin Werner.

Dies betreffe den Abschnitt zwischen Remsweg und Oststraße. Zwar sei der Alte Oßweiler Weg nicht sehr stark befahren, doch werden hier künftig morgens und mittags jeweils mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen entlang radeln. Diese Lösung wäre sowohl für die Menschen auf dem Rad als auch für diejenigen im Auto stressfreier. Und auch hier sollte vermieden werden, dass zu viele Kinder mit dem Rad auf den Gehweg ausweichen – für die Jüngsten unter ihnen wäre das sogar legal.

„Es ist wichtig, dass es für die Grundschulkinder einen sicheren Schulweg gibt. Die interimsmäßige Verlegung des Radweges sollte aber auch nicht auf Kosten der Sicherheit und Leichtigkeit des Radverkehrs gehen. Auch hier sind viele Kinder und Jugendliche unterwegs“, fasst Kathrin Werner die Situation zusammen. (red)