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Felsarbeiten

Felsarbeiten in Marbacher Straße: Mit Auto und Rad ist Geduld gefragt

Auto- und Radfahrer, die auf der Marbacher Straße unterwegs sind, müssen aktuell mehr Zeit einplanen. Seit Montag sind der Radweg und die Fahrbahn in Richtung Neckarweihingen gesperrt, um Arbeiten an der Felsböschung vorzunehmen.

Um Arbeiten an der Felsböschung in der Marbacher Straße vornehmen zu können, sind der Radweg und die Fahrbahn Richtung Neckarweihingen aktuell gesperrt.Fotos: Holm Wolschendorf
Um Arbeiten an der Felsböschung in der Marbacher Straße vornehmen zu können, sind der Radweg und die Fahrbahn Richtung Neckarweihingen aktuell gesperrt. Foto: Holm Wolschendorf
Auto- und Radfahrer müssen aktuell mehr Zeit einplanen.
Auto- und Radfahrer müssen aktuell mehr Zeit einplanen.

Ludwigsburg. Während die Vorbereitungen für die Arbeiten an der Felsböschung in der Marbacher Straße noch laufen, ist für den Auto- und Radverkehr bereits Geduld gefragt. Denn seit Montag ist die Fahrbahn in Richtung Neckarweihingen gesperrt. „Wir sind gerade dabei, die Baustelle einzurichten“, sagt Ulrike Schmidtgen, Fachbereichsleiterin Tiefbau und Grünflächen bei der Stadt Ludwigsburg. „Los geht es mit den eigentlichen Felsarbeiten am kommenden Montag.“

Denn damit die Felsarbeiten richtig starten können, müsse zunächst einmal der Hangbereich geprüft werden. Beispielsweise werde nach losen Steinschichten Ausschau gehalten. „Wir wollen ein Maximum an Sicherheit“, so Schmidtgen. Eine Sperrung zum jetzigen Zeitpunkt sei deshalb unumgänglich.

Verkehrsprobleme würden sich auf einer viel befahrenen Straße wie der Marbacher Straße nicht ganz vermeiden lassen. „Wir können den Verkehr nicht weghexen“, sagt die Fachbereichsleiterin. Dennoch habe man eine eher verkehrsärmere Zeit für die benötigten Felsarbeiten ausgewählt. „Bevor es ungefähr ab dem 22. November mit dem Weihnachtsshopping losgeht und bevor die Witterung schlechter wird, wollen wir mit der Baustelle fertig sein.“ Geplant ist eine Arbeitszeit von zwei Wochen.

Wie die Stadt mitteilte, besteht die etwa 30 Meter lange Felsböschung in der Marbacher Straße unterhalb der Gämsenbergstraße im unteren Teil aus natürlichen Kalksteinen des Oberen Muschelkalks und im oberen Teil aus einer aufgesetzten Trockenmauer aus Natursteinen. Das Betonfundament dieser Mauer liege zum Teil auf brüchigem Felsen und ist abschnittsweise unterhöhlt, sodass es bei fortschreitenden Felsausbrüchen zum Nachbrechen der Trockenmauer und des darüberliegenden Straßenbanketts kommen kann, heißt es weiter. Steinschläge könnten so den Verkehr auf dem Radweg und der Fahrbahn der Marbacher Straße gefährden, weshalb die Felsarbeiten nötig sind. Zuvor sei durch endoskopische Untersuchungen eine Belegung mit Fledermäusen ausgeschlossen worden.

Zur Sicherung der Felsböschung wurde von einem Geotechnikbüro ein Konzept erarbeitet. Die Felssicherung erfolgt in besonders aufgelockerten Bereichen mit Spritzbeton, so die Stadt. Dabei wird der lockere und unterhöhlte Gesteinsverband mit einer Schale aus aufgespritztem Beton und vier Meter langen Felsnägeln stabilisiert. Andere Abschnitte werden mit hochfesten Sicherungsnetzen, die ebenfalls mittels Felsnägeln über den aufgelockerten Felsen gespannt werden, gesichert.

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