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Sing Mit!

Fröhliche Weihnacht mit hellem Klang

Der Engel helle Lieder erklangen, und das Gloria erfüllte den Theatersaal. Bei der Veranstaltung „Sing Mit!" gestern im auserkauften Forum wurde das Wunder der Weihnacht erfahrbar.

Stimmungsvolle Kulisse und ausverkauftes Haus: Sing Mit! besticht schon durch das gemeinsame Erlebnis des Singens. Foto: Andreas Essig
Stimmungsvolle Kulisse und ausverkauftes Haus: Sing Mit! besticht schon durch das gemeinsame Erlebnis des Singens. Foto: Andreas Essig

Auch die neunte Veranstaltung von „Sing Mit!" lebte wieder vom Miteinander der Generationen. Und beim gemeinsamen Singen im ganz großen Chor stellte sich wieder festliche Stimmung ein. Gemäß dem Titel der Veranstaltungen war mitsingen angesagt und als bekannte weihnachtliche Weisen wie „Stern über Bethlehem" , „Herbei o ihr Gläubigen" oder „"Fröhliche Weihnacht" im großen Chor mit dem Publikum angestimmt wurden, ließ der volle Klang staunen. Musikprofessor Siegfried Bauer, der auch wieder die Gesamtleitung innehatte, musste die Besucher auch dieses Mal nicht lange zum Mitmachen überreden.

Und weil der größte Chor der Stadt laut Bauer auch eine hohe gesangliche Qualität aufweist, wagte er sich mit den mehr aus tausend Menschen im Saal sowie den über 200 Akteuren auf der Bühne zudem an den Kanon „Ehre sei Gott in der Höhe". Bühne, Parkett, Hochparkett und Rang, in dieser Reihefolge wurde nacheinander in die Melodie eingestimmt, und das Ergebnis konnte sich hören lassen.

Das Mitsingen war hier keine Pflicht, sondern Kür, und fernab vom kommerziellen Weihnachtsrummel zeigte sich, dass dieses gemeinsame Erleben die eigentliche Botschaft ausmacht. Von guten Mächten wunderbar geborgen: Auch dieses besinnliche Lied hatte seinen Platz. Als alle im festlichen Glanz „O du fröhliche" anstimmten, die Kleinen aus dem musikalischen Mitmachprogramm von Brigitte Thönges mit Triangeln die Bühne betraten und die von Winfried Zimmermann gelesene Geschichte von der himmlischen Musik mit feinem Klang umrahmten, war der Höhepunkt einer Veranstaltung ganz im Zeichen der Gemeinschaft erreicht.

„We wish you a merry Christmas" sangen alle zum Abschluss und der große Bühnenchor gab nochmals sein Bestes. Der bestand aus verschiedenen Ensembles, die sich auch mit eigenen Beiträgen präsentierten und das Konzert damit facettenreich gestalteten.

Für rührende Momente sorgten vor allem die Kinder. Der Schulchor der Friedenschule hieß die Weihnachtszeit auf schwungvolle Weise willkommen, und die Sing-Klassen der Kasteneckschule Freiberg brachten auch gestenreich die Vorfreude auf Weihnachten zum Ausdruck. Sogar Glockenklang wurde da inszeniert. Der Kinder- und Teeniechor der Ulrichskirche Pflugfelden stimmte zusammen mit dem Motten genannten Kammerchor ein ganz zartes Wiegenlied an und begeisterte außerdem mit der von stampfendem Rhythmus geprägten irischen Weihnachtsweise „Christmas in the old Man's Hat" an.

Bereits zum siebten Mal bereicherte der Jugendchor der renommierten Strohgäukantorei das Geschehen und zwar dieses Jahr mit dem stimmlich fein austarierten englischen Lied „Carol of the Bells". Der Gospelchor Vocal Spirit überzeugte mit der Weise „Child of the Promise" und mit dem Spiritual „Go tell it on the Mountain" hielt es das ChorForum Ludwigsburg, das mit einem anspruchsvollen Arrangement aufhorchen ließ.

Mit zwei wunderbar klingenden Liedern begeisterte das kleinste Ensemble: Die fünf Frauen von SINGfonie zelebrierten die hohe Kunst des Gesangs mit der skandinavischen „Cradle Hymn" und einer alten, von John Rutter neu aufgelegten Weise. In Ludwigsburg gibt es außerdem einen Chor, der existiert nur eine Woche lang und besteht aus erfahrenen Sängern sowie Neulingen.

Es ist der Ludwigsburger Weihnachtschor, der sich wieder zu zwei Proben im Vorfeld von „Sing Mit!" getroffen hatte und an diesem Abend auf der Bühne unter der Leitung von Siegfried Bauer das Adventslied „Es ist ein Ros entsprungen" anstimmte.

Das erste Orchester der Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg (HGL) unter der Leitung von Ute Matt begleitete nicht nur das gemeinsame Singen, sondern glänzte auch mit eigenen Darbietungen. Furios und packend gelang der Auftakt mit Walzer und Lezginka aus den Sinfronischen Tänzen von Aram Chatschaturjan, und gleich zwei Weihnachtslieder waren im wie Filmmusik klingenden Stück „Utopia" versteckt.

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