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HCL startet auswärts in die neue Hallenrunde

Der HC Ludwigsburg hat in der 2. Hallenhockey-Bundesliga zum Auftakt ein Auswärtsspiel in Hessen: Heute müssen die Aufstiegsmitfavoriten beim Aufsteiger TEC Darmstadt ran.

HCL-Kapitän Severin Schmidt gibt die Richtung vor. Foto: Baumann
HCL-Kapitän Severin Schmidt gibt die Richtung vor. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Mit einem Auswärtsspiel zu starten, ist undankbar“, findet HCL-Kapitän Severin Schmidt. „Der Aufsteiger wird vor heimischer Kulisse hochmotiviert sein. Wir gewinnen, wenn wir unsere individuellen und spielerischen Vorteile nutzen.“

Der Erstliga-Absteiger aus der Barockstadt geht im Vergleich zur vorigen Hallenrunde auf vier Positionen verändert in die neue Spielzeit: Manuel Baitis, Felix Mayer und Laurenz Bonner pausieren vorerst aus beruflichen Gründen. Zudem ist Stammkeeper Tobias Weißer nach einer Operation noch immer außer Gefecht.

Nach der Vorbereitung zählen die Ludwigsburger die Teams aus Frankenthal, Nürnberg und Limburg zu den Aufstiegsfavoriten. „Wir gehören als Absteiger wohl auch in die Spitzengruppe“, merkt Spielführer Schmidt an. „Das bestätigten auch die Vorbereitungsspiele, mit denen wir sehr zufrieden sind.“

HCL-Cheftrainer Daniel Weißer sieht die Situation vor dem Rundenauftakt mit gemischten Gefühlen. Auch weil er auf vier absolute Leistungsträger komplett verzichten muss. „Zudem kann Michael Josek nicht das volle Programm absolvieren, er ist beruflich sehr eingespannt“, sagte Weißer. „Wir müssen so fast die halbe Mannschaft kompensieren, daher sehe ich uns nicht automatisch in der Pflicht, jeden Gegner aus der Halle zu schießen.“

Der Übungsleiter hat zwar mit seinem erfahrenen Block, bestehend aus Raphael Schmidt, Sebastian Koffler, David Hanel, Severin Schmidt und Arne Huber, eine eingespielte Achse. Die jungen Spieler müssen jedoch zunächst einen Entwicklungsprozess durchlaufen. Immerhin gewöhnt sich der Schweizer Sommer-Neuzugang Elias Brönnimann zusehends an das höhere Tempo in Deutschland.

„Torhüter Leo Fili wird als Nummer eins in die Saison gehen“, legt sich Trainer Weißer zumindest nach dessen Leistungen in der Vorbereitung schon einmal fest. „Ich sehe vorne einen Dreikampf zwischen Frankenthal, der HG Nürnberg und uns.“

Der Konkurrent aus Frankenthal hat mit seinem Rückkehrer Johannes Gans vom deutschen Meister HTC Uhlenhorst Mühlheim wohl den besten Einzelspieler der Liga in seinen Reihen.

„Wir haben vereinbart, an Weihnachten auf die Tabelle zu schauen“, erklärt der Coach. „Wenn dann eine Aufstiegschance besteht, wollen wir alles dafür reinwerfen. In Darmstadt müssen wir es schaffen, rund 15 Minuten vor Schluss mit zwei Toren zu führen, dann können wir auf unsere schnellen Konter setzen.“

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