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Impfquote: Ludwigsburg liegt im Mittelfeld

Im Landkreis sind 41 Prozent der Menschen vollständig geimpft – RKI empfiehlt mit Blick auf Delta-Variante Wert von bis zu 90 Prozent

Ab dem 1. Oktober ist das Ludwigsburger Kreisimpfzentrum geschlossen, die Halle wird anderweitig genutzt. Impfungen gegen Covid-19 gibt es bei niedergelassenen Ärzten oder bei gezielten Vor-Ort-Impfaktionen durch mobile Impfteams. Foto: Sven Hoppe/dp
Ab dem 1. Oktober ist das Ludwigsburger Kreisimpfzentrum geschlossen, die Halle wird anderweitig genutzt. Impfungen gegen Covid-19 gibt es bei niedergelassenen Ärzten oder bei gezielten Vor-Ort-Impfaktionen durch mobile Impfteams. Foto: Sven Hoppe/dpa

Ludwigsburg. Anfang Juni war die Impfquote im Landkreis Ludwigsburg verglichen mit den landesweiten Zahlen unterdurchschnittlich. Inzwischen liegt Ludwigsburg bei den Erstimpfungen bei 55,8 Prozent (Land: 55,5 Prozent), 41 Prozent (41,5 Prozent) der Menschen im Landkreis sind bereits vollständig immunisiert. Diese Zahlen (Stand 11.Juli) auf Landkreisebene veröffentlicht das Sozialministerium mittlerweile immer Anfang der Woche. Diesem Artikel liegen also die Zahlen mit Stand vom Sonntag zugrunde. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht auf seinem Impf-Dashboard die Impfquote der Bundesländer täglich.

In der Region steht Ludwigsburg gut da

Verglichen mit den anderen Kreisen in Baden-Württemberg liegt Ludwigsburg im Mittelfeld. 20 Stadt- und Landkreise liegen über dem Ludwigsburger Wert, 23 darunter. Im Umkreis ist die Impfquote in den meisten Landkreisen schlechter als in Ludwigsburg. Esslingen (41,7 Prozent) liegt leicht über dem Ludwigsburger Wert, Böblingen (40,7 Prozent) und der Enzkreis (40,2 Prozent) leicht darunter. Auch Stuttgart (39,8 Prozent) und der Rems-Murr-Kreis (39,0 Prozent) stehen in diesem Vergleich schlechter da als Ludwigsburg.

Der Südwesten ist nicht mehr auf dem letzten Platz

Die schlechteste Impfquote in Baden-Württemberg haben die beiden Stadtkreise Heilbronn (35,9 Prozent) und Pforzheim (30,2 Prozent). Beinahe die Hälfte der Bevölkerung ist hingegen in den Kreisen Baden-Baden (49,5 Prozent) und Emmendingen (49,2 Prozent) bereits vollständig geimpft.

Bundesweit liegt Baden-Württemberg, was die vollständig Geimpften angeht, mittlerweile im Mittelfeld. Lange Zeit zählte Baden-Württemberg zu den Bundesländern mit der schlechtesten Impfquote. Das RKI meldete nun eine Impfquote im Südwesten von 42,6 Prozent (Stand 13.Juli). Die deutschlandweite Impfquote liegt bei 43 Prozent, ganz vorne liegen das Saarland (47,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (46,3 Prozent). Das Schlusslicht bilden Sachsen (40 Prozent) und Brandenburg (39,2 Prozent).

Dass Ludwigsburg mittlerweile eine relativ gute Impfquote vorzuweisen hat, ist im ersten Moment eine gute Nachricht. Dennoch: Es ist noch ein langer Weg bis zu einer Quote von 85 bis 90 Prozent. Diesen Wert empfiehlt das RKI mittlerweile mit Blick auf die Delta-Variante. Demnach sei bei Jugendlichen und Erwachsenen von zwölf bis 59Jahren eine Impfquote von 85 Prozent notwendig, um einen relativ entspannten Herbst zu erleben. Bei allen, die über 60 Jahre alt sind, müssten sich noch mehr Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen, das RKI spricht in dieser Altersgruppe von einer Impfquote von 90 Prozent.

Genau vergleichen kann man die Impfquoten in den Landkreisen, die vom Sozialministerium veröffentlicht werden, nicht mit der empfohlenen Impfquote des RKI. Den Landkreis-Werten vom Sozialministerium liegt die gesamte Bevölkerungszahl zugrunde. Das heißt, es sind auch diejenigen eingerechnet, die bisher noch nicht geimpft werden können (Kinder bis zwölf Jahren). Das RKI spricht bei der Quote von 85 Prozent explizit von der Bevölkerungsgruppe der Zwölf- bis 59-Jährigen. Wird bei den Landkreis-Werten die Gruppe aller unter zwölf herausgerechnet, liegt die Quote bereits höher.

Impfzentrum plant, mobile Teams rauszuschicken

Um noch mehr Landkreisbürger zum Impfen zu motivieren, unterstützt das Landratsamt laut Aussagen eines Sprechers die bundes- und landesweite Werbeaktion. Unabhängig davon werde auch eine eigene auf den Landkreis zugeschnitte Werbekampagne umgesetzt. Dies umfasst zum Beispiel Impfungen mit mobilen Teams an den Hochschulen.

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