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Krauthof: Pläne für Wohnungsbau

Der neue Eigentümer sucht Gespräch mit der Stadt – „Auch günstiger Wohnraum“

Der Krauthof in Hoheneck ist bald Geschichte. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Der Krauthof in Hoheneck ist bald Geschichte. Foto: Holm Wolschendorf

Am liebsten würde Jörg Herrmann schon in einem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Dem Geschäftsführer der Regio-Bau GmbH mit Sitz in Bietigeheim-Bisingen ist es gelungen, eine der bekanntesten Ludwigsburger Gastronomie-Adressen zu kaufen, wo jetzt zum Monatsende hin alles auf die Betriebsschließung ausgerichtet ist: den Krauthof in Hoheneck. Herrmanns Plan: Aus dem Gastro-Areal soll ein Wohngebiet werden.

Das Areal liegt in Hoheneck an der Beihinger Straße und ist rund 4500 Quadratmeter groß. Es ist Teil eines Bebauungsplans aus dem Jahr 1959 mit dem Namen „Gebiet westlich der Bottwartal- und Beihingerstraße“ und ist ausgewiesen als Wohnviertel. Der Bau von Wohnungen ist also möglich, und das will Herrmann mit Blick auf die große Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt auch schnellstmöglich angehen.

Nach dem Kaufvertrag mit dem früheren Eigentümer und Gastronomen Peter Kraut ist für Herrmann der nächste Schritt vorgegeben: „Wir wollen auf die Stadt und den Gemeinderat zugehen, um für eine Bebauung eine gute Lösung zu finden, die einerseits die Interessen der Entscheidungsträger unter einen Hut bringt, die aber auch den Anforderungen des Marktes gerecht wird“, sagt der Regio-Bau-Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit Blick auch auf diese Gespräche kündigt er an: „Neben Eigentumswohnungen planen wir auch einen Anteil an gefördertem Wohnraum und wollen uns der sozialen Verantwortung stellen.“ Eine Größenordnung von 50 Wohneinheiten sei auf den rund 4500 Quadratmetern Grundstücksfläche möglich, so Herrmann. Motto mit Blick auf die Nachfrage: Eher mehr und kleinere Wohnungen, teils in der Größenordnung 45 bis 65 Quadratmeter, und darüber nicht größer als 95 Quadratmeter.

Ob auf dem weitgehend überbauten Areal alles für Neubauten abgerissen wird, das ist für Herrmann noch nicht ausgemacht. Einen Teil der bestehenden Gebäude könne man möglicherweise zu Wohnraum umbauen, etwa den Hotelbereich, dessen Ausbau mit dem Jahr 2008 noch gar nicht so weit zurückliegt.

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