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Aktion Energiehelden

Kühlschrank ist ein Stromfresser

Beim Energiecheck erfahren die Wettbewerbsteilnehmer von einem Berater, wo sie noch Energie sparen können

Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur erklärt Leo und seinen Eltern Maria Gut und Jan Butz, worauf bei Fenstern zu achten ist: dass das Gummi nicht beschädigt ist. Sonst könnte es zugig werden. Foto: Ramona Theiss
Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur erklärt Leo und seinen Eltern Maria Gut und Jan Butz, worauf bei Fenstern zu achten ist: dass das Gummi nicht beschädigt ist. Sonst könnte es zugig werden. Foto: Ramona Theiss

Sie stellen morgens die Heizung aus, wenn sie das Haus verlassen, und haben für jedes Gerät eine Steckdose, die man abschalten kann. Jan Butz, Maria Gut und ihre Söhne Leo und Justus sind schon jetzt Energiesparer. Als „echt nett“ bezeichnete Sven Roth von der Ludwigsburger Energieagentur (LEA) den Stromverbrauch der vier. Sie machen beim städtischen Wettbewerb „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ mit, bei dem zehn Haushalte gegeneinander antreten. Ziel ist ein möglichst kleiner ökologischer Fußabdruck. Im November und Dezember stehen Energiechecks in den Haushalten an. Sven Roth besucht die Teilnehmer, schaut sich das Haus sowie Strom-, Heizungs- und Wasserrechnungen an und gibt Tipps, wie Energie gespart werden kann.

Mit Fernwärme versorgt

Bei Familie Butz/Gut fällt es dem Energieberater schwer, Tipps zu geben. „Das hier ist ja fast ein Musterhaushalt“, stellte er fest. Geheizt wird nicht viel, denn das Reihenhaus ist links und rechts eingebaut. In der Nacht wird die Heizung abgesenkt, tagsüber ist sie nur an, wenn auch jemand daheim ist.

Das Haus wird mit Fernwärme von den Stadtwerken versorgt. Die zusätzliche Zirkulationspumpe hatten sie noch nie am Laufen, sagt Jan Butz. Diese sorgt dafür, dass das Wasser in den Leitungen zirkuliert. Der Hahn muss so nicht erst laufen, bevor warmes Wasser kommt. Sven Roth empfiehlt, die Pumpe künftig einmal wöchentlich laufen zu lassen. So werde kein Wasser, das noch zu kalt ist, verschwendet. Außerdem reduziert sich durch die Zirkulationspumpe das gesundheitliche Risiko durch etwa Legionellen. Ab und zu einen hydraulischen Abgleich bei den Heizungen zu machen, empfiehlt Sven Roth der Familie auch. Dadurch werden alle Heizkörper mit der richtigen Menge an Heizwasser versorgt und die Wärme verteilt sich im ganzen Haus.

Den Kühlschrank ersetzen?

Die Zirkulationspumpe und den hydraulischen Abgleich setzen Jan Butz und Maria Gut auf die Liste an Dingen, die sie nach dem Energiecheck angehen wollen. „Außerdem macht es bestimmt Spaß, den Strommesser auszuprobieren“, sagt Maria Gut und schaut sich das Gerät an, das ihnen die LEA für einige Wochen zur Verfügung stellt.

Jan Butz nimmt sich vor, damit auch den Stromverbrauch des Kühlschranks zu messen. Das könnte schwierig werden, denn der ist fest in der Küche verbaut. Das 20-jährige Gerät ist eine Schwachstelle. „Macht es Sinn, den Kühlschrank zu ersetzen?“, fragt Jan Butz den Energieberater. Energetisch lohne es sich bei einem Gerät, das 20 Jahre alt ist. Dennoch sei es unnötig, etwas Funktionierendes wegzuwerfen. „Vor allem, weil ein neues Gerät wohl kaum 20 Jahre halten wird“, so Sven Roth.

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