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Mobilität

Radstation fürs Klinikum

Vor dem Krankenhaus werden ein neuer Stellplatz und ein Standort der RegioRad eingeweiht

Eröffnung der neuen Radstation: Meike Gerock, Matthias Knobloch, Matthias Ziegler, Jochen Kühn und Axel Hechenberger (von links). Foto: Oliver Bürkle
Eröffnung der neuen Radstation: Meike Gerock, Matthias Knobloch, Matthias Ziegler, Jochen Kühn und Axel Hechenberger (von links). Foto: Oliver Bürkle

Ludwigsburg. „Mobilitätsmanagement ist wichtiger denn je, da vom Verkehr erhebliche Belastungen für die Umwelt und Gefahren für die menschliche Gesundheit ausgehen“, schreibt das Ludwigsburger Krankenhaus in einer Mitteilung zur Eröffnung einer neuen Radstation. Ludwigsburg sei eine schadstoffbelastete Stadt, die an täglichen Staus und der Überlastung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) leide. Mit einem attraktiven betrieblichen Mobilitätsmanagement wollen die RKH Kliniken daher in Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigsburg den täglichen Zustrom an Autos reduzieren und dem Individualverkehr neue Impulse geben. Denn bereits jetzt platze das Parkhaus am Krankenhaus aus allen Nähten.

„Die Stadt Ludwigsburg unterstützt die Initiative der RKH Kliniken, da sie ein weiterer Baustein unseres Maßnahmenbündels im Rahmen eines Green City Masterplans ist“, so Matthias Knobloch, neuer Leiter des Fachbereichs Nachhaltige Mobilität der Stadt Ludwigsburg. Bei diesem Masterplan stünden die Themen Elektromobilität, Digitalisierung der Verkehrsleitsysteme und Ausbau der Radinfrastruktur sowie eine Verbesserung des ÖPNV im Fokus.

Hinter dem leicht sperrigen Begriff des Betrieblichen Mobilitätsmanagements verberge sich im RKH Klinikverbund ein Konzept mit alltagstauglichen Maßnahmen. „Die Säulen unseres Konzepts sind der Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer, Aktivitäten zum Umstieg auf den ÖPNV und das Bilden von Fahrgemeinschaften“, sagt Axel Hechenberger, Kaufmännischer Direktor der RKH Kliniken. Seit 2008 kümmere sich der Steuerungskreis Mobilität der RKH Kliniken darum, dass die Klinikmitarbeiter sicher, gesund und durchaus rechtzeitig zur Arbeit und wieder nach Hause kommen.

Der Steuerungskreis setze sich aus Vertretern quer durch die Hierarchieebenen der Kliniken und einem Verantwortlichen der Stadt Ludwigsburg zusammen. Die Vielfalt der Programmpunkte zeige, dass eine Kombination aus großen und kleinen Schritten zum Erfolg führe.

Als neueste Idee wurde nun vor dem Haupteingang am Klinikum ein Fahrradabstellplatz fertiggestellt, in den auch eine Station der RegioRad Stuttgart integriert wurde. „Mit der Station am RKH Klinikum Ludwigsburg ist die nunmehr fünfte RegioRad-Station in Ludwigsburg in Betrieb gegangen“, so Meike Gerock, Ansprechpartnerin für das Thema RegioRad beim Fachbereich Nachhaltige Mobilität der Stadt Ludwigsburg.

Der neue Standort wurde mit drei Rädern und zwei Pedelecs ausgestattet.

Diese können auch an jeder anderen RegioRad-Station in den 40 teilnehmenden Kommunen zurückgegeben werden. Der neue Fahrradabstellplatz wurde und wird mit weiteren Angeboten flankiert. So wurden gleich daneben eine elektrische Luftpumpe und ein Schlauchapparat eingerichtet.

Zudem sollen im Klinikum für die auf das Rad umsteigenden Mitarbeiter zusätzliche Umkleiden und Duschen sowie ein klimatisierter Trockenraum für die Fahrradkleidung geschaffen werden. „Als nächstes Projekt planen wir die Einführung einer „Mitfahr-App“ für unsere Beschäftigten, so dass sie Fahrgemeinschaften bilden können“, so Jochen Kühn, Ansprechpartner für Betriebliches Mobilitätsmanagement bei den RKH Kliniken und Mitglied des Beirats Radstrategie Baden-Württemberg. Denn rund 60 Prozent der Mitarbeiter im RKH Klinikum Ludwigsburg leben im Umkreis von zehn Kilometern.

Am Donnerstag, 11. April, findet im Krankenhaus von 10 bis 16 Uhr für Mitarbeiter und Interessierte ein Aktionstag und Symposium für Betriebliches Mobilitätsmanagement statt, an dem auch die Stadt Ludwigsburg mitwirkt. Neben zahlreichen Aktions- und Informationsständen gibt es auch mehrere Vorträge von Referenten unterschiedlicher Institutionen und Firmen wie beispielsweise dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club oder dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg. (red)