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Anwohner ärgern sich
Schilderwald mit vielen Parkproblemen in Ludwigsburgs Oststadt

Ein Halteverbotsschild am anderen. Foto: privat
Ein Halteverbotsschild am anderen. Foto: privat
In der Oststadt gibt es seit langem eine Parkzone, inzwischen ist es eine Parkplatz-Suchzone geworden, wie Anwohner bemängeln.

Ludwigsburg. In der Oststadt wird an mehreren Stellen gebaut, Straßenabschnitte werden gesperrt, für Kräne und Baufahrzeuge. Anwohner suchen abends vergeblich einen Parkplatz, es gibt Halteverbote und zugeparkte Flächen. In manchen Straßen, wie in der Alt-Württemberg-Allee, steht ein Haltverbotsschild am andern – um auch den letzten Meter frei zu halten.

Dazu kommen, so ärgert sich eine Anwohnerin und ein weiterer Leser, noch die vielen Gäste von Veranstaltungen, sei es das Open-Air-Kino oder Besucher der Music Open, des Riesenrads oder von Blüba-Veranstaltungen. „Parksuchverkehr aus ganz Süddeutschland“ stellt man fest. Geparkt wird trotz Verbotsschildern „recht kreativ“, wie es heißt.

Die Bewohnerparkausweise, deren Gebühr erst jüngst von 30 auf 120 Euro angehoben worden sind, seien quasi wertlos. Auch werde bei Veranstaltungen am Freitagabend widerrechtlich geparkt, kontrolliert werde nicht. Auch wenn dies alles übers Jahr hinweg nicht immer so sei, sei das doch ärgerlich. Die Stadt teilt mit, dass es in der Oststadt schon immer einen hohen Parkdruck gegeben habe. Die Parkraumbewirtschaftung habe dies verbessert. Aktuell gehe es jedoch wegen der Baumaßnahmen in der Alt-Württemberg-Allee, der Jägerhofallee und in der Eugenstraße etwas enger zu. „Die Bauarbeiten sind dringend notwendig“, so Pressesprecherin Susanne Jenne. „Wenn die Baustellen beendet sind, wird sich die Situation wieder verbessern.“ Bekanntlich wird in der Oststadt derzeit die Jägerhofkaserne umgebaut, die Wohnungsbau saniert die Kasernengebäude und das Gebäude, in dem früher das Deutsche Rote Kreuz war.

Dass während der Veranstaltungen alternative Parkmöglichkeiten angeboten werden, hält die Stadt nicht für nötig. Die Parkangebote seien grundsätzlich ausreichend, was Anwohner allerdings bezweifeln. Wie Susanne Jenne mitteilt, sei die Verwaltung dabei, die Parkzeiten in der Oststadt genauer anzuschauen, und prüfe „Optimierungen“. (hpj)