Logo

Bosch-Standort

Spartenverkauf an Chinesen trifft auch Schwieberdingen

Gerlingen/Schwieberdingen. Der Autozulieferer Bosch gibt eine Traditionssparte ab: Die Tochtergesellschaft für den Bereich Starter und Generatoren wird nach China verkauft. Das gab das Unternehmen gestern in einer Mitteilung bekannt. Mit einem Käuferkonsortium und einem Finanzinvestor sei ein entsprechender Kaufvertrag abgeschlossen worden. Der Kaufpreis beträgt 545 Millionen Euro. Er wurde in der Mitteilung zwar nicht genannt, aber vom börsennotierten Investor pflichtgemäß veröffentlicht. Betroffen von der Veräußerung der Tochtergesellschaft Robert Bosch Starter Motors Generators Holding GmbH sind weltweit an 14 Standorten etwa 7000 Mitarbeiter, davon etwa 1000 in Deutschland und davon wiederum 500 am Entwicklungs- und Forschungsstandort in Schwieberdingen. Allerdings hängt die Transaktion noch von der kartellrechtlichen Zustimmung sowie der Zustimmung der Mitarbeiter an den deutschen Standorten ab. Da die neuen Eigentümer an dem Fachwissen der Bosch-Mitarbeiter ein Interesse haben, sollen die Beschäftigten alle übernommen werden. Damit diese auch bei der Stange bleiben, hat sich das Konsortium gestern den Fragen der Belegschaft gestellt, sowohl in Schwieberdingen als auch in Stuttgart. Im Falle betriebsbedingter Kündigungen sehen Vereinbarungen vor, das betroffene Mitarbeiter eine Weiterbeschäftigung im Mutterkonzern verlangen können. Mit dem Verkauf der Anlasser-Sparte hat der Technologiekonzern die schon vor zwei Jahren eingeleitete Trennung von diesem Bereich abgeschlossen.

350_0900_15775_COPLbosch.jpg
Schwieberdingen ist für den Bosch-Konzern ein wichtiger Standort, wo auch Anlasser und Generatoren entwickelt werden. Foto: Benjamin Stollenberg

Ludwigsburg. Mehr zum Thema in der Ludwigsburger Kreiszeitung, die Sie unter unseren Abo-Angeboten kennenlernen können