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Konflikt unter Sportvereinen
Sportler streiten sich um Trainingszeiten in Oßweil

Der Rasenplatz in Oßweil ist nach Meinung einiger Vereinssportler aktuell sehr beansprucht. Archivfoto: Andreas Becker
Der Rasenplatz in Oßweil ist nach Meinung einiger Vereinssportler aktuell sehr beansprucht. Archivfoto: Andreas Becker
„Das geht nicht mehr lange gut“, warnt Ralf Kußmaul, Vorsitzender der Spielvereinigung Schlösslesfeld. Der Konflikt um den Rasenplatz in Oßweil spitzt sich seiner Meinung nach zu.

Ludwigsburg. „Warum lässt man so viele Mannschaften auf diesen schlechten Platz?“ Schon vor Beginn der aktuellen Saison hatte Ralf Kußmaul gewarnt, dass es auf dem Rasenplatz in Oßweil an der Grundschule zu Konflikten kommen wird, wenn gleich sieben Vereine beziehungsweise Gruppen auf dem Platz ihren Sport ausüben wollen.

Zeiten werden im Rathaus vergeben

„Jeder kriegt einen Platz“, hatte Raphael Dahler, als Fachbereichsleiter für den Sport zuständig, vor Saisonbeginn im Gespräch mit unserer Zeitung zugesichert. Über die Zeiten würden sich die Sportler schon einigen, da zeigte er sich optimistisch.

Der SV Oßweil ist der Hauptnutzer des Platzes, benötigt aber nur geringe Trainingszeiten. Die Vergabe der übrigen Kapazitäten wird deswegen seit Jahren zentral im Rathaus geregelt. Neben der Spielvereinigung Schlösslesfeld spielt dort zum Beispiel die sehr erfolgreiche Cricketmannschaft des TV Pflugfelden, der AKV und neuerdings auch der nach der Fusion der SpVgg 07 Ludwigsburg mit dem MTV gegründete 07 Fußball, die erstmals eine Mannschaft ins Rennen schicken.

Schlösser ausgetauscht

Laut Kußmaul kommt es bereits zu Saisonbeginn ständig zu Doppelbelegungen. „Wenn sich bis zu 30 Leute in einer Kabine umziehen, kommt es zwangsläufig zu Konflikten“, warnt Kußmaul. „Das geht nicht mehr lange gut.“ Nachdem bereits Fußballer in der Umkleidekabine der Gymnastikdamen aufgetaucht sind, wurde ihm zufolge schon das Schloss der zweiten Umkleidekabine ausgetauscht. Für die Punktspiele am Wochenende ein Unding, schließlich müssen sich die Gäste auch irgendwo umziehen können, kritisiert der Vereinschef.

Kußmaul ist sich sicher, dass es bei anderen Vereinen in anderen Stadtteilen noch freie Kapazitäten gibt, die bei der Stadt aber nicht angezeigt werden. Dafür drängle sich wieder alles auf dem Oßweiler Rasenplatz. „Die Unzufriedenheit schaukelt sich hoch“, warnt er. „Vielleicht muss erst etwas passieren, damit die Stadt merkt, dass es so nicht funktioniert.“