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Steigender Zulauf bei „Montagsspaziergang“ in Ludwigsburg

Die Spazierenden auf dem Weg durch die Innenstadt. Fotos: Holm Wolschendorf
Die Spazierenden auf dem Weg durch die Innenstadt. Fotos: Holm Wolschendorf
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Die Polizei führt einen Montagsspaziergang in Ludwigsburg an: Im vergangenen Jahr rückten die Beamten zu rund 170 solcher Aktionen aus. Der Polizeipräsident Burkhard Metzger spricht von „hoher Belastung“. Foto: Holm Wolschendorf
Die Polizei führt einen Montagsspaziergang in Ludwigsburg an: Im vergangenen Jahr rückten die Beamten zu rund 170 solcher Aktionen aus. Der Polizeipräsident Burkhard Metzger spricht von „hoher Belastung“. Foto: Holm Wolschendorf
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Die meisten Städte haben diese Aktion bereits verboten, Ludwigsburg lässt Protestaktion gegen die Coronapolitik noch zu

Ludwigsburg. Immer mehr Menschen versammeln sich bei den sogenannten „Montagsspaziergängen" in Ludwigsburg. Diese sind eine Protestaktion gegen die Coronapolitik. Aus zu Beginn 80 Teilnehmern wurden es vergangene Woche rund 700 Personen. Am Montagabend spazierten laut Schätzungen der Polizei sogar 800 Menschen in einer Länge von fast einem Kilometer durch die Innenstadt.

Viele Städte verbieten Spaziergänge

Ein Grund für den Anstieg: In anderen Städten wie zum Beispiel Stuttgart wurden die Aktionen verboten und müssen angemeldet werden. Daher treibt es viele Gegner der Coronapolitik nach Ludwigsburg. Denn die Stadt Ludwigsburg lässt die Protestaktionen weiterhin zu. Und das trotz Verstößen gegen Abstands- und Maskengebot. Vom Marktplatz aus machte sich am Montag wie an den vergangenen Montagen die Menschenmenge auf den Weg quer durch die Ludwigsburger Innenstadt.

Aktion blieb ruhig

In dieser Woche gab es großflächigen Geleitschutz von Seiten der Polizei. Die Wilhelmstraße stand eine Viertelstunde lang still, da die Teilnehmer von der Seestraße aus auf die andere Straßenseite wollten. Somit durften die roten Ampeln dieses Mal legitim überquert werden und der Tross wurde beisammengehalten. Autofahrer quittierten die Aktion mit Hupen, unbeteiligte Fußgänger zeigen sich genervt. Generell blieb die Aktion aber ruhiger als noch in der Vorwoche, als unter anderem Parolen gerufen wurden. Ausschreitungen gab es bisher zum Glück keine. Szenen wie in Amsterdam oder Bautzen, bei denen sich die Demonstranten gewaltsam gegen Polizei oder Passanten zeigten, gab es in Ludwigsburg nicht.

Die Stadt wird in den kommenden Tagen erneut entscheiden müssen, ob diese Spaziergänge zulässig sind oder nicht doch unter die Definition einer Demonstration fallen. Dann wären sie anmeldepflichtig und es müsste ein Verantwortlicher genannt werden.