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Tierquäler in Eglosheim: Weitere Katze vermisst

Rund 100 Teilnehmer bei Mahnwache auf dem Kelterplatz wegen getöteter Tiere

Ommi ist die dritte verschwundene Katze in Eglosheim. Foto: privat
Ommi ist die dritte verschwundene Katze in Eglosheim. Foto: privat

Die Mahnwache gegen Katzenquäler, zu der Verena Foppa letzten Freitag auf den Eglosheimer Kelterplatz eingeladen hatte, erlebte eine große Resonanz. Das Schicksal der Kater Ringo und Balu, die Anfang Mai übel zugerichtet und erschlagen an der Bahnstrecke zwischen Besigheim und Bietigheim entdeckt wurden, ließ niemanden kalt, die Betroffenheit war groß. Dank eines Transponderchips konnten die beiden getöteten Tiere als die von ihren Familien schmerzlich vermissten Kater aus dem alten Ortskern von Eglosheim identifiziert werden.

Die rund 100 Teilnehmer an der Mahnwache, darunter auch viele junge Menschen, bekundeten ihre Solidarität mit den betroffenen Katzenbesitzern. Inzwischen ist nun bekannt, dass seit 28. April ein weiteres Tier vermisst wird. Wie unsere Zeitung erfuhr, handelt es sich um die Katze Ommi. Sie gehört einer älteren Frau aus Eglosheim, die ihren Namen auf eigenen Wunsch nicht veröffentlicht haben will. Für sie ist das Tier auch Trost, sie leidet an einer schweren Krankheit und hofft immer noch, dass ihre geliebte Katze wieder auftaucht.

Gehofft hat auch die Familie Tasi in der Hahnenstraße. Deren Kater Balu war schon etwas Besonderes. Es handelte sich nämlich um ein reinrassiges und somit auch wertvolles Tier. Ein britischer Kurzhaarkater, dessen schön gezeichnetes Fell auffiel. Balu war auch in der Nachbarschaft bekannt, sein Verschwinden Ende März sprach sich somit schnell herum, wie Maren Tasi erzählt. So fragten Tochter und Sohn regelmäßig nach, ob jemand das Tier gesehen hat. Auf diese Weise kam auch der Kontakt zu Katzenbesitzerin Verena Foppa aus der Katharinenstraße zustande. Deren Kater Ringo verschwand Ende April. Ein Anwohner soll beim Einfangen von Ringo beobachtet worden sein.

Dass beide Fälle miteinander zu tun haben, bewahrheitete sich auf grausame Weise, als die getöteten Kater an der Bahnlinie entdeckt wurden. „Das war ein schwerer Schock für uns alle“, so Maren Tasi.

Sie hat nur einen Wunsch: Dass der Tierquäler bald überführt wird und für seine grausamen Taten büßen muss. Bei der Mahnwache am Freitag auf dem Kelterplatz erfuhren die Katzenbesitzer jedenfalls viel Unterstützung und Hilfsbereitschaft von anderen.

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