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Umzug zum Ludwigsburger Pferdemarkt fällt auch dieses Jahr aus

Die gute Nachricht vorweg: Der Ludwigsburger Pferdemarkt soll in diesem Jahr vom 13. bis 16. Mai stattfinden, nachdem er bereits zweimal der Pandemie zum Opfer gefallen ist. Einen Umzug wird es allerdings auch im dritten Corona-Jahr nicht geben.

Bis zu 20 000 Menschen säumen die rund zwei Kilometer lange Strecke durch die Ludwigsburger Innenstadt. Archivbild: Ramona Theiss
Bis zu 20 000 Menschen säumen die rund zwei Kilometer lange Strecke durch die Ludwigsburger Innenstadt. Archivbild: Ramona Theiss

Ludwigsburg. „Die Infektionslage ist noch zu undurchsichtig“, begründete der Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebes Tourismus & Events, Mario Kreh, am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Verwaltung, die erneute Absage, die aber lediglich den Umzug betreffe. „Wir können uns momentan nicht vorstellen, dass bis zu 20 000 Besucher die zirka zwei Kilometer lange Strecke säumen und dicht an dicht stehen.“

Showprogramm auf der Bärenwiese findet statt

Die teilnehmenden Gruppen und Vereine müssten außerdem jetzt in die Planung einsteigen. Deshalb habe man sich zu einer klaren Linie entschieden.

Stattfinden soll hingegen das Programm mit Rummel, Darbietungen, Dackel-Rennen, Pferdeprämierungen und Kunsthandwerkermarkt. Auch das Riesenrad, das am 18. Februar, in Betrieb geht, werde zu dieser Zeit noch in Ludwigsburg stehen. Aufgeteilt werden könne dies alles auf die beiden Bärenwiesen-Parkplätze sowie auf die Bärenwiesen-Grünflächen. „Da hätten wir die Möglichkeit, die einzelnen Areale einzufrieden, falls Zugangsbeschränkungen gefordert werden.“ Diese Entscheidung werde man allerdings erst kurzfristig treffen. Und wenn alles gut laufe, könnten die Handwerkerstände auch wieder in der Königsallee aufgestellt werden, so dass der hintere Parkplatz Bärenwiese wieder als Parkplatz genutzt werden könnte.

Märzklopfen ebenfalls abgesagt

Es ist nicht die einzige Absage, mit der die Stadträte am Dienstagabend konfrontiert wurden. Auch das für den 20. März geplante Märzklopfen, dem verkaufsoffenen Sonntag am Wochenende des Saisonauftakts des Blühenden Barock, ist abgesagt. Der verkaufsoffne Sonntag soll jedoch nicht ersatzlos gestrichen, sondern während des Pferdemarktes nachgeholt werden, kündigte Kreh an. Die Gewerkschaft Verdi habe bereits grünes Licht gegeben, ergänzte Oberbürgermeister Matthias Knecht.

Stadträte wünschen sich Late-Night-Shopping

Aus den Reihen der Stadträte kam mehrfach der Wunsch nach einem Late-Night-Shopping, also einer langen Einkaufsnacht. Für Michael Vierling (Grüne) hätte dies den Charme, dass sich das Verkehrschaos, mit dem Ludwigsburg an verkaufsoffenen Sonntagen zu kämpfen hat, etwas entzerrt. Sebastian Haag (FDP) kann sich so etwas vor allem im Sommer vorstellen, wenn die Abende lange hell und warm sind.

„Wir denken über solche Aktionen nach, aber sie können einen verkaufsoffenen Sonntag nicht ersetzen“, erläuterte Ludwigsburgs Wirtschaftsförderer Frank Steinert. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Geschäfte spätestens ab 21 Uhr leer seien und der Effekt für die Einzelhändler verpuffe.

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