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Innenstadt

Verkaufsoffene Sonntage: Läden in Ludwigsburg zum Pferdemarkt und Kastanienbeutelfest geöffnet

Der verkaufsoffene Sonntag zum Märzklopfen ist ausgefallen. Doch stattdessen dürfen die Läden beim Pferdemarkt im Mai öffnen. Damit hat der Einzelhandel in Ludwigsburg dieses Jahr zweimal die Möglichkeit, die Kunden am Sonntag in die Läden zu locken.

Volle Innenstadt beim Kastanienbeutelfest 2019: Die Stadt hofft, dass zwei verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr die Menschen wieder in die Innenstadt treiben. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Volle Innenstadt beim Kastanienbeutelfest 2019: Die Stadt hofft, dass zwei verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr die Menschen wieder in die Innenstadt treiben. Archivfoto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Eigentlich hätte am vergangenen Sonntag das Märzklopfen mit Kunst- und Genussmarkt und geöffneten Läden in der Innenstadt stattgefunden – passend zum Frühlingsbeginn. Doch wegen der Coronapandemie wurde das abgesagt. Der verkaufsoffene Sonntag ist aber nicht ersatzlos gestrichen. Der Ludwigsburger Innenstadtverein Luis hatte einen verkaufsoffenen Sonntag während des Pferdemarkts als Ersatz beantragt, der Gemeinderat hat dem nun stattgegeben. Lediglich drei Stadträte der Grünen-Fraktion stimmten dagegen, diskutiert wurde in der Sitzung über dieses Thema nicht.

Einen Umzug gibt es beim Pferdemarkt dieses Jahr nicht

Damit wird es nach aktuellem Stand in diesem Jahr zwei verkaufsoffene Sonntage in Ludwigsburg geben: Am 15. Mai sind von 13 bis 18Uhr anlässlich des Pferdemarkts die Geschäfte geöffnet. Einen Umzug wird es beim Pferdemarkt in diesem Jahr hingegen nicht geben. Beim Kastanienbeutelfest am 9. Oktober findet der zweite verkaufsoffene Sonntag statt, ebenfalls von 13 bis 18Uhr.

Laut Vorlage der Stadt sollen die verkaufsoffenen Sonntage als Teil des Aktionsprogramms der Stadt für den Einzelhandel „einen Schritt mehr zurück in den Alltag darstellen und die Innenstadt beleben“. Nachdem wegen der Coronapandemie 2020 beide verkaufsoffenen Sonntage abgesagt werden mussten, fand im vergangenen Jahr zumindest der zum Kastanienbeutelfest statt. Bei strahlendem Wetter kamen viele Menschen in die Innenstadt.

Maximal drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr möglich

Nach dem Ladenöffnungsgesetz dürfen Geschäfte an höchstens drei Sonntagen im Jahr für maximal fünf Stunden geöffnet werden – und das auch nur, wenn es einen Anlass, zum Beispiel Feste, Messen oder Märkte, dafür gibt. Das Gesetz schreibt außerdem vor, dass um spätestens 18Uhr Feierabend sein muss und die Öffnungszeiten nicht während der Hauptgottesdienstzeiten liegen dürfen. Die Stadt hatte im Voraus auch bei der evangelischen und der katholischen Kirche nachgefragt. Beide hatten ihre Zustimmung für die Öffnungen gegeben. „Sofern die Veranstaltungen an den Sonntagen wie von Ihnen geplant nach 11Uhr beginnen“, sei das in Ordnung, so die Rückmeldung des evangelischen Dekans Michael Werner. Die Gewerkschaft Verdi habe dem verkaufsoffenen Sonntag während des Pferdemarkts als Ersatz bereits zugestimmt, so die Stadt.

Es droht wieder ein Verkehrschaos in der Innenstadt

Bei schönem Wetter und außerdem Veranstaltungen in der Innenstadt droht immer wieder ein Verkehrschaos. Die Parkplätze sind überfüllt, ganze Straßen oder Wege werden zugeparkt. Über mögliche Maßnahmen dagegen hatte die Stadt den Gemeinderat bereits im Dezember informiert, als die zwei verkaufsoffenen Sonntage für 2022 genehmigt wurden.

Es sollen zum Beispiel Parkplätze bei Unternehmen nachgefragt werden. Außerdem überlegt man sich, auch den Parkplatz bei der Pädagogischen Hochschule mitzunutzen, und ist mit dem Blühenden Barock in Gesprächen über ein mögliches VVS-Blüba-Ticket. Zudem ist im Gespräch, an verkaufsoffenen Sonntagen zusätzliches Personal einzusetzen, die Besucher umleiten. Seit langem verlangen die Grünen eine Shuttle-Lösung. Doch das sei laut Stadt nicht zielführend, da dies zu wenig genutzt würde. In der Sitzung am Mittwoch wurde das Thema Verkehr nicht aufgegriffen.

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