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Vorläufiges Aus für das Schülercafé PaSta

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Basta fürs PaSta: Vor zwei Wochen ist das Schülercafé geschlossen worden und wird in seiner bisherigen Form nie wieder auferstehen. Mehrfach hatte die Verwaltung im Zuge der Diskussionen auf den maroden Zustand und das undichte Dach hingewiesen, jetzt ist laut Gabriele Barnert vom Fachbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft endgültig nichts mehr zu flicken: „Wir haben massive Wasserschäden.“ Der Anbau war .... von den Stadtwerken für ihre Energieberatung errichtet worden, 2003 zog das PaSta ein, der Meeting Point am Bahnhof wurde aufgelöst.

Manch ein Stadtrat sieht in der plötzlichen Schließung weniger eine sich selbst erfüllende Prophezeiung denn einen Zusammenhang mit dem Vorhaben der Stadt für ein neues PaSta (Pavillon am Stadtbad) in Kombination mit einem Jugendtreff, es ändert aber nichts: Das Schülercafé wird nie wieder in den Anbau einziehen, der nun abgerissen wird. Laut Barnert hat der Pavillon von der Denkmalschutzbehörde im Regierungspräsidium sowieso nur noch eine Genehmigung bis 2020.

Das PaSta wird insbesondere von den Fünft- bis Achtklässlern schmerzlich vermisst. Für 2017 weist der Jahresbericht knapp 10.000 Gäste an 109 Schultagen aus, durchschnittlich kamen morgens 35, mittags 60 Schüler. Geöffnet hat das PaSta ab 7 Uhr, ein großes Plus für die Schüler, die erst kurz vor Beginn in die Schule dürfen – wie auch das Frühstücks- und Mittagsangebot, Mädchenraum, Projektarbeit, Tischkicker, Treffpunkt für Netzwerkarbeit. Ganz im Sinne der offenen Jugendarbeit, Anlaufstelle für alle zu sein.

Jetzt sucht die Stadt laut Renate Schmetz verzweifelt Ersatzräume, im Gespräch ist die nicht barrierefreie Galerie im ersten Stock des Stadtbads (ab Mai), ein Klassenraum oder Container hinter dem Goethe-Gymnasium. Kein idealer Ersatz, weiß die Fachbereichsleiterin Bildung und Familie: „Aber besser als gar nichts.“ (ja)