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IHK-Studie

Wirtschaft macht sich für Bau des Nord-Ost-Rings stark

Stuttgart/Ludwigsburg. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart hat gestern erneut den Bau des seit Jahrzehnten diskutierten Nord-Ost-Rings um Stuttgart gefordert. Diese Verbindung zwischen dem Raum Ludwigsburg/Kornwestheim und dem Rems-Murr-Kreis würde für die „dringend notwendige Entlastung“ der staubelasteten Landeshauptstadt sorgen, erklärte gestern IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Er berief sich dabei auf eine Studie im Auftrag der IHK. Verkehrsplaner hatten die Ursachen für Staus untersucht und Maßnahmen für einen besseren Verkehrsfluss vorgeschlagen.

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Der tägliche Stau – wie hier auf der Heilbronner Straße in Stuttgart – und die Verkehrsbrennpunkte in der Region haben laut IHK für die Wirtschaft negative Folgen. Foto: Jürgen Schmidt/ Grafik: Hans-Peter Heeb/Quelle IHK
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Ludwigsburg. Ihren Untersuchungen zufolge ist der Anteil des regionalen Durchgangsverkehrs in Stuttgart etwa dreimal höher als die vom Landesverkehrsministerium angegebenen zehn Prozent, sagte Rainer Schwarzmann, einer der Autoren der Studie. Deshalb könnten zusätzliche Straßen wie der Nord-Ost-Ring zu einer Reduzierung von Staus beitragen. Die Straße ist allerdings stark umstritten. Während sich Ludwigsburg und Remseck dafür ausgesprochen haben, lehnen Kornwestheim und Fellbach den Ring strikt ab. Der Studie zufolge brauchen Pendler, die zum Arbeiten in die Landeshauptstadt fahren, viel Geduld. Morgens seien Autofahrer auf Stuttgarts Straßen im Durchschnitt mit 29 Stundenkilometern unterwegs, abends mit Tempo 28 noch langsamer. Die Autoren haben die Zahlen aus Smartphone-Daten errechnet.

 

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